{"id":1875,"date":"2025-06-22T21:58:43","date_gmt":"2025-06-22T19:58:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=1875"},"modified":"2025-06-22T21:58:46","modified_gmt":"2025-06-22T19:58:46","slug":"jimmy-somerville-wird-64","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=1875","title":{"rendered":"Jimmy Somerville wird 64"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Stimme einer Bewegung feiert Geburtstag<\/p>\n\n\n\n<p>Glasgow, 22. Juni 2025 \u2013 Heute vor 64 Jahren wurde Jimmy Somerville geboren \u2013 ein Mann, dessen Stimme nicht nur die Charts eroberte, sondern auch eine Generation ermutigte, f\u00fcr Freiheit, Sichtbarkeit und Gleichberechtigung einzustehen. Anl\u00e4sslich seines Geburtstags blicken wir auf das Leben eines K\u00fcnstlers zur\u00fcck, der nie still war, wenn es etwas zu sagen gab.<\/p>\n\n\n\n<p>Der kleine Junge aus Glasgow \u2013 mit gro\u00dfer Stimme<\/p>\n\n\n\n<p>James William Somerville wurde am 22. Juni 1961 in einem Arbeiterviertel von Glasgow geboren. Schon fr\u00fch f\u00fchlte er sich anders \u2013 sensibel, musikalisch, queer in einer Welt, die wenig Platz f\u00fcr Andersartigkeit bot. In den fr\u00fchen 80ern zog er nach London, wo er begann, seine Identit\u00e4t laut und stolz zu leben \u2013 und zu singen.<\/p>\n\n\n\n<p>Musik mit Haltung: Bronski Beat und das queere Erwachen der Popkultur<\/p>\n\n\n\n<p>1983 gr\u00fcndete Somerville mit Bronski Beat eine der ersten offen schwulen Bands im Pop-Business. Gleich ihr Deb\u00fct \u201eSmalltown Boy\u201c wurde zum Welthit \u2013 und zum Manifest f\u00fcr queere Jugendliche. Die Geschichte eines jungen Mannes, der wegen seiner sexuellen Orientierung aus seiner Heimat flieht, war f\u00fcr viele mehr als ein Song \u2013 sie war ein Spiegel ihrer eigenen Erfahrungen. Somerville sang nicht nur \u00fcber Schmerz, sondern auch \u00fcber Mut.<\/p>\n\n\n\n<p>The Communards \u2013 Pop mit Botschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Ausstieg bei Bronski Beat gr\u00fcndete er 1985 mit Richard Coles das Duo The Communards. Ihr Cover von \u201eDon\u2019t Leave Me This Way\u201c wurde 1986 zur meistverkauften Single des Jahres in Gro\u00dfbritannien. Zwischen Synthesizerkl\u00e4ngen und tanzbaren Beats mischte sich immer eine politische Botschaft: gegen Homophobie, f\u00fcr AIDS-Aufkl\u00e4rung, f\u00fcr mehr Menschlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Solokarriere mit Haltung<\/p>\n\n\n\n<p>Auch als Solok\u00fcnstler blieb Jimmy Somerville seiner Linie treu. Seine Version von \u201eYou Make Me Feel (Mighty Real)\u201c setzte neue Ma\u00dfst\u00e4be im Dancefloor-Pop. Gleichzeitig engagierte er sich in der LGBTQ+-Bewegung, bei Benefizprojekten und in der AIDS-Aufkl\u00e4rung \u2013 mit der gleichen Entschlossenheit wie in seinen Liedern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Vorbild \u2013 damals wie heute<\/p>\n\n\n\n<p>Jimmy Somerville ist mehr als ein Musiker. Er ist ein Symbol f\u00fcr Mut, f\u00fcr Aufbruch, f\u00fcr die Kraft der Musik, gesellschaftliche Ver\u00e4nderung anzusto\u00dfen. In einer Zeit, in der queere Sichtbarkeit noch ein Skandal war, erhob er seine Stimme \u2013 glasklar, hoch und un\u00fcberh\u00f6rbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Happy Birthday, Jimmy!<\/p>\n\n\n\n<p>Heute feiert Jimmy Somerville seinen 64. Geburtstag \u2013 und mit ihm eine ganze Generation, die durch seine Musik gelernt hat, sich selbst anzunehmen. Er mag \u00e4lter geworden sein, doch seine Botschaft ist jung geblieben: Liebe ist Liebe. Und Musik ist st\u00e4rker als Hass.<\/p>\n\n\n\n<p>Danke, Jimmy Somerville. F\u00fcr alles.<br>Auch f\u00fcr das Interview in der Vergangenheit sagen wir: Danke.<\/p>\n\n\n\n<p>Radio Queerlive<br>Die Redaktion<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">Die Stimme einer Bewegung feiert Geburtstag Glasgow, 22. 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