{"id":2310,"date":"2025-07-22T20:00:00","date_gmt":"2025-07-22T18:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=2310"},"modified":"2025-07-21T20:48:03","modified_gmt":"2025-07-21T18:48:03","slug":"%e2%9d%a4%ef%b8%8f%f0%9f%a7%a1%f0%9f%92%9b-philipp-und-tom-%f0%9f%92%9a%f0%9f%92%99%f0%9f%92%9c-42","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=2310","title":{"rendered":"\u2764\ufe0f\ud83e\udde1\ud83d\udc9b Philipp und Tom \ud83d\udc9a\ud83d\udc99\ud83d\udc9c (40)"},"content":{"rendered":"\n<p>Radio QueerLive \u2013 Eine Berliner Liebesgeschichte<br>Folge 40:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie G\u00e4nge von Hexenstein\u201c<br>Teil 2<\/p>\n\n\n\n<p>Der Regen kam waagrecht. Die Tropfen klatschten gegen die dicken Fensterscheiben der Burg wie kleine Steine. Der Himmel war ein einziger grauer Vorhang, das Kaminfeuer im Speisesaal flackerte, aber w\u00e4rmen konnte es kaum.<\/p>\n\n\n\n<p>Niemand sprach viel beim Fr\u00fchst\u00fcck. Selbst Frau Bond wirkte blasser als sonst. Jakob sa\u00df mit verschr\u00e4nkten Armen am Tisch, sein Blick wanderte immer wieder zu seiner Jacke, die \u00fcber dem Stuhl hing.<br>\u201eMein Portemonnaie ist weg\u201c, sagte er pl\u00f6tzlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Gabeln und Tassen hielten in der Luft inne.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas meinst du damit?\u201c, fragte Tom.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs war gestern Abend noch da. In meiner Jacke. Jetzt ist es weg. Und mein Handy auch.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Frau Bond legte die Tasse ab. \u201eDu hast es doch bestimmt verlegt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNein. Ich hab\u2019s in das Innenfach gesteckt. Mit Rei\u00dfverschluss. Ich mach das immer so.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Gustav sah nerv\u00f6s auf. \u201eDu meinst\u2026 jemand war in deinem Zimmer?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eOder jemand kann durch die W\u00e4nde schleichen\u201c, sagte Philipp halblaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Jakob starrte ihn an. \u201eWitzig. Ich h\u00f6rte ein Ger\u00e4usch im Zimmer und hatte echt Schiss und bin dann eingeschlafen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNein, wirklich. Heim hat gestern irgendwas gesagt. Von G\u00e4ngen, die gehen, wo sie nicht sollen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In der T\u00fcr stand pl\u00f6tzlich \u2013 wie aus dem Nichts \u2013 wieder Herr Heim.<br>Er nickte, als h\u00e4tte er\u2019s geh\u00f6rt, und sagte nur:<br>\u201eDiese Burg hat mehr T\u00fcren und Wege als man denkt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dann war er auch schon wieder weg.<\/p>\n\n\n\n<p>\u231a Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch mach erst mal Mittagsschlaf\u201c, murmelte Gustav. \u201eIch kann mit leerem Akku nicht denken. Aber ich schlie\u00dfe meine T\u00fcr ab von innen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWenn du nachher auch was vermisst, wissen wir, dass wir\u2019s mit einem Serienr\u00e4uber zu tun haben\u201c, sagte Jakob trocken.<\/p>\n\n\n\n<p>Philipp warf Tom einen Blick zu. \u201eIch glaub nicht, dass das ein normaler Dieb ist. Hier sucht uns ein Geist heim.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Tom seufzte. \u201eVielleicht ist es auch nur jemand, der sich bestens hier auskennt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWie Heim\u201c, fl\u00fcsterte Philipp.<\/p>\n\n\n\n<p>Tom sch\u00fcttelte den Kopf. \u201eOder\u2026 jemand anderes.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u231a Sp\u00e4ter, 15:05 Uhr \u2013 Im Salon<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kuchen war aufgetischt, der Kaffee dampfte, aber niemand war entspannt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWo ist Gustav?\u201c, fragte Frau Bond.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch hol ihn\u201c, sagte Philipp und eilte los. Wenige Minuten sp\u00e4ter kam er zur\u00fcck \u2013 mit ernstem Gesicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSeine T\u00fcr war angelehnt. Gustav schl\u00e4ft noch. Aber sein Rucksack\u2026 komplett durchw\u00fchlt. Und wieder: Handy und Portemonnaie weg.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt war es still.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAlso sind wir offiziell nicht mehr in einem Ferienaufenthalt\u201c, sagte Jakob leise. Wir sind in einer R\u00e4uberh\u00f6hle.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch habe genug\u201c, sagte Frau Bond und zog aus ihrer Jackentasche einen schweren, altmodischen Schl\u00fcssel. \u201eIch habe mir von Heim den Zugang zum Hauptturm geben lassen. Da gehen wir jetzt hoch. Ich will wissen, wo wir hier wirklich sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u231a Eine halbe Stunde sp\u00e4ter \u2013 auf dem Turm<\/p>\n\n\n\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1536\" height=\"1024\" class=\"gb-media-8e184ed5\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.queerlive.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/file_000000005a2461f4b8a52d434451aa51.avif\" title=\"file_000000005a2461f4b8a52d434451aa51\" srcset=\"https:\/\/www.queerlive.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/file_000000005a2461f4b8a52d434451aa51.avif 1536w, https:\/\/www.queerlive.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/file_000000005a2461f4b8a52d434451aa51-300x200.avif 300w, https:\/\/www.queerlive.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/file_000000005a2461f4b8a52d434451aa51-1024x683.avif 1024w, https:\/\/www.queerlive.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/file_000000005a2461f4b8a52d434451aa51-768x512.avif 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1536px) 100vw, 1536px\" \/>\n\n\n\n<p>Die Luft war kalt, der Wind roch nach Regen und nassem Laub. Die f\u00fcnf standen auf dem steinernen Balkon des Turms, esnwar k\u00fchl.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter ihnen: endlose W\u00e4lder.<br>Am Horizont: die winzige Silhouette von Wernigerode \u2013 grau, weit entfernt, wie aus einer anderen Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir sind wirklich mitten im Nichts\u201c, sagte Jakob.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKein Empfang. Kein Nachbar. Kein Licht, wenn\u2019s dunkel wird\u201c, z\u00e4hlte Tom auf.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnd anscheinend jemand, der nachts durch Geheimg\u00e4nge schleicht\u201c, f\u00fcgte Philipp hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>Frau Bond st\u00fctzte sich auf das Gel\u00e4nder. Ihr Blick war klar. \u201eDiese Burg hat ihre eigene Geschichte. Und ich glaube, wir stecken gerade mitten drin.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Windsto\u00df lie\u00df die Fahne \u00fcber ihnen flattern.<br>In der Ferne rief ein Vogel. Oder war es etwas anderes?<\/p>\n\n\n\n<p>Philipp trat n\u00e4her an Tom heran und beugte sich zu ihm. Ganz leise fl\u00fcsterte er ihm ins Ohr:<br>\u201eIch sag dir eins: Heim wird sich heute Nacht in einen Vampir verwandeln und \u00fcber uns herfallen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Tom grinste schmal. \u201eUnd besch\u00fctzt du mich dann, Ritter Philipp?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Philipp antwortete nur:<br>\u201eAusgerechnet. Ich hab jemand anderen, der mich besch\u00fctzt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Tom wollte fragen, aber da fiel sein Blick auf den Rucksack an Philipps Schulter. Etwas darin bewegte sich ganz, ganz leicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Willi blinzelte in der Dunkelheit.<br>Und irgendwo tief in der Burg bewegte sich wieder eine T\u00fcr, ganz leise.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende Teil 40<br>Morgen geht&#8217;s weiter um 20.00 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">Radio QueerLive \u2013 Eine Berliner LiebesgeschichteFolge 40: \u201eDie G\u00e4nge von Hexenstein\u201cTeil 2 Der Regen kam waagrecht. 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