{"id":2594,"date":"2025-08-01T20:00:00","date_gmt":"2025-08-01T18:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=2594"},"modified":"2025-07-31T23:02:05","modified_gmt":"2025-07-31T21:02:05","slug":"%e2%9d%a4%ef%b8%8f%f0%9f%a7%a1%f0%9f%92%9b-philipp-tom-%f0%9f%92%9a%f0%9f%92%99%f0%9f%92%9c-48","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=2594","title":{"rendered":"\u2764\ufe0f\ud83e\udde1\ud83d\udc9b Philipp &amp; Tom \ud83d\udc9a\ud83d\udc99\ud83d\udc9c (48)"},"content":{"rendered":"\n<p>Radio QueerLive \u2013 Eine Berliner Liebesgeschichte<br>Folge 48<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSterne, Zelte und ein Radio f\u00fcr Frieda<strong>\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als sich Philipp und Tom am Sonntagabend verabschiedeten, war der Himmel schon grau, und ein leichter Wind spielte mit den Apfelbaumzweigen. Frieda Sonnenberg hatte sie noch bis zum Gartentor begleitet, den Kragen ihres Pullovers hochgeschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIhr\u2026 ihr k\u00f6nnt doch auch mal eure Freunde mitbringen\u201c, sagte sie pl\u00f6tzlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Philipp blieb stehen. \u201eWie meinst du das?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Frieda zuckte mit den Schultern. \u201eNa ja\u2026 kleine Gartenparty. Wenn ihr wollt. Die k\u00f6nnen auch im Zelt schlafen. Der Platz reicht ja.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Tom sah Philipp an. Dann lachten beide gleichzeitig.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir bringen die ganze QueerLive-Crew mit\u201c, sagte Philipp. \u201eAber du wirst sie lieben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>\u231aEine Woche sp\u00e4ter, Samstagmittag.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sonne stand hell \u00fcber dem Garten, als Philipp und Tom zum Bauwagen zur\u00fcckkehrten \u2013 nat\u00fcrlich mit Willi im Rucksack. Diesmal waren sie nicht allein.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dabei:<br>Frau Bond \u2013 wie immer elegant, diesmal im luftigen Sommerkleid mit Sternenmuster,<br>Andreas \u2013 mit Sonnenbrille, Kamera und tragbarer H\u00e4ngematte,<br>und Gustav und Jakob \u2013 die beiden Technik-Talente von QueerLive.<\/p>\n\n\n\n<p>Frieda stand schon mit Gartensch\u00fcrze am Zaun.<br>\u201eNa, das ist ja ein ganzer Radiosender!\u201c, rief sie lachend.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFast\u201c, sagte Frau Bond charmant. \u201eAber wir senden ohne Kabel. Nur mit Herz.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch hoffe, der Garten sendet zur\u00fcck\u201c, erwiderte Frieda und umarmte sie nacheinander herzlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gruppe verteilte sich rasch: Zelte wurden aufgebaut \u2013 ein kleines, buntes Lager entstand rund um den Bauwagen. Nur Andreas und Frau Bond lehnten dankend ab.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir schlafen unter den Sternen\u201c, sagte Andreas.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir bringen die Romantik zur\u00fcck ins Radioprogramm\u201c, f\u00fcgte Frau Bond hinzu \u2013 und entfaltete zwei freistehende H\u00e4ngematten, die sich selbst spannten, sobald man sich hineinlegte.<\/p>\n\n\n\n<p>Jakob baute den Grill auf, Tom schnitt Kr\u00e4uter, Philipp stellte einen kleinen Tisch auf, Frieda brachte selbstgemachten Kartoffelsalat und Apfelsaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Abend leuchteten Lampions in den B\u00e4umen. Musik spielte leise aus Jakobs Bluetooth-Box. Es roch nach gegrilltem Gem\u00fcse, warmem Holz und Sommerhaut. Willi kroch langsam durch das Gras, inspizierte Zelte und sa\u00df schlie\u00dflich seelenruhig auf Friedas Gartentisch, als w\u00e4re er der Gastgeber selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch glaub, Willi will eigentlich Moderator werden\u201c, scherzte Gustav.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eW\u00fcrde passen\u201c, lachte Tom. \u201eEr spricht ja mit Zunge.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sp\u00e4ter in der Nacht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einer nach dem anderen verschwand in seinem Zelt.<br>Jakob mit Gustav. Andreas und Frau Bond in ihren H\u00e4ngematten zwischen den Apfelb\u00e4umen. Nur Philipp und Tom blieben noch wach.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWillst du wirklich unten schlafen?\u201c fragte Philipp leise.<\/p>\n\n\n\n<p>Tom sah hoch zum Himmel. \u201eNein. Eigentlich&#8230; will ich nur die Sterne sehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Philipp grinste. \u201eNa dann los.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er schnappte sich zwei gro\u00dfe Decken und deutete mit dem Kopf nach oben.<br>\u201eDachterrasse ruft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wenig sp\u00e4ter lagen sie nebeneinander auf der kleinen Holzfl\u00e4che auf dem Dach des Bauwagens. Die Decken bis zum Kinn gezogen, die F\u00fc\u00dfe ineinander verschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWei\u00dft du, was ich liebe?\u201c, murmelte Tom.<br>\u201eMich?\u201c<br>\u201eUnd die Stille. Aber ja \u2013 dich auch.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber ihnen glitzerte der Himmel. Eine Sternschnuppe zog leise \u00fcber den Horizont.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der n\u00e4chste Morgen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Sonne stieg langsam \u00fcber den Garten. Ein paar V\u00f6gel sangen zaghaft. Die Zelte ruckelten. Stimmen wurden wach.<\/p>\n\n\n\n<p>Jakob kam mit zerzausten Haaren aus seinem Zelt. \u201eIch glaub, ich bin auf einem Tannenzapfen eingeschlafen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Gustav klopfte sich Laub vom Schlafsack. \u201eBesser als auf dem USB-Stick letzte Woche.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Frau Bond und Andreas hatten sich m\u00fchsam aus ihren H\u00e4ngematten gerollt und lagen lachend auf dem Boden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch komm hier nie wieder allein raus\u201c, st\u00f6hnte Andreas.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAber wir haben den Mond gesehen. Das z\u00e4hlt\u201c, sagte Frau Bond.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Gartentisch wartete bereits Frieda mit frisch gebackenen Br\u00f6tchen, selbstgemachtem Brot, Obstsalat und dampfendem Kakao.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch hab gedacht, wenn schon Radiosender, dann brauchen die auch Fr\u00fchst\u00fcck wie auf Sendung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Alle setzten sich. Willi sa\u00df zwischen Frau Bond und Frieda, die ihm verstohlen ein St\u00fcck Apfel zusteckte.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend sie a\u00dfen, sagte Frau Bond pl\u00f6tzlich:<br>\u201eFrieda \u2013 wusstest du eigentlich, dass wir alle von einem queeren Radiosender sind?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWirklich?\u201c Frieda sah \u00fcberrascht auf. \u201eIhr\u2026 ihr macht echtes Radio?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJede Woche\u201c, sagte Gustav. \u201eLive aus Berlin. QueerLive mit V.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eV wie verr\u00fcckt?\u201c, fragte Frieda verschmitzt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eV wie Vielfalt\u201c, sagte Tom sanft.<\/p>\n\n\n\n<p>Frau Bond stand auf, ging zum Auto und kam wenige Minuten sp\u00e4ter mit einem kleinen, tragbaren Radio zur\u00fcck.<br>\u201eHier \u2013 das ist f\u00fcr dich. Und ich hab schon den Sender eingestellt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie reichte es Frieda.<br>\u201eDu musst nur noch einschalten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Frieda nahm das Radio vorsichtig entgegen, als w\u00e4re es etwas Zerbrechliches.<br>\u201eIch glaub, das ist das erste Mal seit Jahren, dass ich mich wieder auf Sonntag freue.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Als sich alle wenig sp\u00e4ter verabschiedeten, war der Garten wieder still. Nur ein leerer Apfelteller, ein kleines Radio auf der Fensterbank und ein zufriedener Waran auf dem Bauwagendach zeugten noch von der Nacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und als Frieda abends in der K\u00fcche stand, stellte sie das Radio auf die Fensterbank, drehte den Knopf \u2013<br>und h\u00f6rte eine vertraute Stimme:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWillkommen bei QueerLive \u2013 eurem Sender f\u00fcr Herz, Freiheit und die kleinen Geschichten dazwischen. Heute reden wir \u00fcber ein Wochenende in einem Garten-Paradies.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie l\u00e4chelte.<br>\u201eIch glaub, ich hab endlich wieder Gesellschaft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ende Teil 48<\/p>\n\n\n\n<p>Morgen geht&#8217;s weiter um 20.00 Uhr <\/p>\n\n\n\n<p>\ud83c\udff3\ufe0f\u200d\ud83c\udf08<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">Radio QueerLive \u2013 Eine Berliner LiebesgeschichteFolge 48 \u201eSterne, Zelte und ein Radio f\u00fcr Frieda\u201c Als sich Philipp und Tom am Sonntagabend verabschiedeten, war der Himmel schon grau, und ein leichter Wind spielte mit den Apfelbaumzweigen. <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=2594\" title=\"\u2764\ufe0f\ud83e\udde1\ud83d\udc9b Philipp &amp; Tom \ud83d\udc9a\ud83d\udc99\ud83d\udc9c (48)\">[&#8230;]<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_coblocks_attr":"","_coblocks_dimensions":"","_coblocks_responsive_height":"","_coblocks_accordion_ie_support":"","footnotes":""},"categories":[34],"tags":[],"class_list":["post-2594","post","type-post","status-publish","format-standard","category-philipp-und-tom"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2594","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2594"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2594\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2607,"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2594\/revisions\/2607"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2594"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2594"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2594"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}