{"id":2656,"date":"2025-08-02T14:04:06","date_gmt":"2025-08-02T12:04:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=2656"},"modified":"2025-08-02T14:04:09","modified_gmt":"2025-08-02T12:04:09","slug":"budapests-buergermeister-trotzt-polizei-und-verboten-weder-freiheit-noch-liebe-koennen-verboten-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=2656","title":{"rendered":"Budapests B\u00fcrgermeister trotzt Polizei und Verboten &#8211; \u201eWeder Freiheit noch Liebe k\u00f6nnen verboten werden\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein aufrechter Gang ins Polizeipr\u00e4sidium \u2013 begleitet von Applaus, Regenbogenflaggen und rund 200 Unterst\u00fctzer:innen: So stellte sich Gergely Kar\u00e1csony, Budapests B\u00fcrgermeister, in dieser Woche den Fragen der Polizei. Der Grund: seine vermeintliche Beteiligung an der Organisation des Budapest Pride, der offiziell als verbotene Veranstaltung deklariert wurde \u2013 und dennoch zur gr\u00f6\u00dften Pride-Parade in der Geschichte Ungarns wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Betreten der Polizeistation wandte sich Kar\u00e1csony in einer kraftvollen Rede an die versammelte Menge. \u201eVor einem Monat haben sehr, sehr viele von uns beim Budapest Pride der ganzen Welt gesagt, dass weder Freiheit noch Liebe in Budapest verboten werden k\u00f6nnen. Und wenn sie nicht verboten werden k\u00f6nnen, k\u00f6nnen sie auch nicht bestraft werden,\u201c sagte er \u2013 und setzte damit ein starkes Zeichen gegen staatliche Repression und f\u00fcr B\u00fcrgerrechte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Parade, die trotz offizieller Ablehnung durch die Regierung stattfand, wurde zu einem eindrucksvollen Akt des zivilen Widerstands. Mit \u00fcber 200.000 Teilnehmer:innen \u2013 weit mehr als die erwarteten 35.000 \u2013 wurde sie zur bislang gr\u00f6\u00dften ihrer Art in Ungarn. Ein deutliches Signal an die Regierung von Viktor Orb\u00e1n, die in den letzten Jahren immer st\u00e4rker gegen LGBTQ+-Rechte vorgegangen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die politische Brisanz des Moments lie\u00df auch Orb\u00e1ns wichtigster Oppositionspolitiker nicht unkommentiert. P\u00e9ter Magyar, Vorsitzender der neu gegr\u00fcndeten TISZA-Partei, sprach von \u201eIronie der Geschichte\u201c: Dass gerade ein Verbot durch die Regierung zur gr\u00f6\u00dften queeren Mobilisierung des Landes gef\u00fchrt habe, offenbare, wie sehr sich die Menschen nach Freiheit und Sichtbarkeit sehnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ungarn befindet sich seit Jahren auf einem politischen Kurs, der LGBTQ+-Rechte massiv einschr\u00e4nkt \u2013 mit Gesetzen, die queere Inhalte in Schulen verbieten, mit der Blockade gleichgeschlechtlicher Elternschaft und mit einer Regierungskommunikation, die Queerness systematisch als \u201eideologische Bedrohung\u201c darstellt. Umso bemerkenswerter ist die Symbolkraft der diesj\u00e4hrigen Parade und der politischen Haltung Kar\u00e1csonys, der sich offen gegen die Regierung stellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bilder aus Budapest zeigen nicht nur einen B\u00fcrgermeister, der sich der Polizei stellt, sondern auch eine Stadt, die nicht bereit ist, sich ihrer Vielfalt berauben zu lassen. Die Botschaft ist klar: Liebe und Freiheit lassen sich nicht verbieten \u2013 und sie lassen sich auch nicht mundtot machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Radio QueerLive<br>News Redaktion<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">Ein aufrechter Gang ins Polizeipr\u00e4sidium \u2013 begleitet von Applaus, Regenbogenflaggen und rund 200 Unterst\u00fctzer:innen: So stellte sich Gergely Kar\u00e1csony, Budapests B\u00fcrgermeister, in dieser Woche den Fragen der Polizei. 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