{"id":3912,"date":"2026-07-23T16:00:00","date_gmt":"2026-07-23T14:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=3912"},"modified":"2026-07-23T14:53:09","modified_gmt":"2026-07-23T12:53:09","slug":"schweinskoepfe-und-blut-vor-schoenheitssalon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=3912","title":{"rendered":"+++ Schweinsk\u00f6pfe und Blut vor Sch\u00f6nheitssalon in Kiew +++"},"content":{"rendered":"\n<p>Einsch\u00fcchterung nach Unterst\u00fctzung der LGBTQ+-Community<\/p>\n\n\n\n<p>Ein schockierender Vorfall ersch\u00fcttert derzeit die ukrainische Hauptstadt Kiew. Vor einem Salon der internationalen Beauty-Kette G\u00d7Bar legten Unbekannte mehrere abgetrennte Schweinsk\u00f6pfe und Innereien ab und \u00fcbergossen den Eingangsbereich mit Blut. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich nicht um eine einzelne Tat, sondern um den bisherigen H\u00f6hepunkt einer Serie von Einsch\u00fcchterungen.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00d7Bar erkl\u00e4rt, dass das Unternehmen seit Wochen unter Druck stehe, weil es sich \u00f6ffentlich f\u00fcr Menschenrechte und die LGBTQ+-Community einsetzt. Neben dem verst\u00f6renden Angriff berichtet die Salonkette von Drohungen, Sachbesch\u00e4digungen, gezielten Angriffen auf ihre Google-Bewertungen sowie der Ver\u00f6ffentlichung privater Daten von Besch\u00e4ftigten. Teilweise seien sogar Familienangeh\u00f6rige bedroht worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Sicherheitsgr\u00fcnden sah sich das Unternehmen gezwungen, die Schutzma\u00dfnahmen an seinen Standorten in Kiew zu verst\u00e4rken und zus\u00e4tzliches Sicherheitspersonal einzusetzen. Nach eigenen Angaben wurden s\u00e4mtliche Vorf\u00e4lle dokumentiert und den Strafverfolgungsbeh\u00f6rden gemeldet.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der Einsch\u00fcchterungsversuche h\u00e4lt G\u00d7Bar an seiner Haltung fest. Das Unternehmen betont, man werde auf Hass nicht mit Hass reagieren und seine Werte nicht aufgeben. Ziel sei es, in einem Land arbeiten zu k\u00f6nnen, in dem Unternehmen keine Angst haben m\u00fcssten, morgens ihre T\u00fcren zu \u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Polizei in Kiew hat nach dem Vorfall ein Strafverfahren wegen Rowdytums eingeleitet und die Ermittlungen aufgenommen. Wer hinter der Tat steckt, ist bislang nicht bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fall zeigt erneut, dass sich Unternehmen, die sich sichtbar f\u00fcr Vielfalt und gleiche Rechte einsetzen, auch heute noch Anfeindungen und Gewalt ausgesetzt sehen k\u00f6nnen. Gerade deshalb ist der Schutz von Menschen und Betrieben, die sich offen zu Toleranz und gesellschaftlicher Vielfalt bekennen, von besonderer Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>+++ Der Hintergrund des Konflikts um G\u00d7Bar in Kiew +++<\/p>\n\n\n\n<p>Warum ein Sch\u00f6nheitssalon ins Visier geriet<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem vor einem G\u00d7Bar-Salon in Kiew abgetrennte Schweinsk\u00f6pfe und Blut abgelegt wurden und die Polizei Ermittlungen aufgenommen hat, stellt sich die Frage: Wie konnte ein Sch\u00f6nheitssalon zum Ziel einer derartigen Einsch\u00fcchterung werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hintergrund reicht mehrere Wochen zur\u00fcck. G\u00d7Bar hatte sich wiederholt \u00f6ffentlich f\u00fcr Menschenrechte und die LGBTQ+-Community ausgesprochen und damit klar Position f\u00fcr Vielfalt und ein diskriminierungsfreies Miteinander bezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Angaben des Unternehmens folgte darauf eine Welle von Anfeindungen. Dazu geh\u00f6rten massive Angriffe auf die Google-Profile der Salons, Drohungen gegen Besch\u00e4ftigte, Sachbesch\u00e4digungen sowie die Ver\u00f6ffentlichung privater Adressen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Teilweise richteten sich die Drohungen auch gegen deren Familien. Nach Angaben von G\u00d7Bar wurden alle Vorf\u00e4lle den Beh\u00f6rden gemeldet.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr zus\u00e4tzliche Aufmerksamkeit sorgte ein weiterer Vorfall rund um den KyivPride. W\u00e4hrend des Gleichstellungsmarsches wurde eine Mitarbeiterin von G\u00d7Bar dabei gefilmt, wie sie auf eine Regenbogenflagge trat. Das Video verbreitete sich rasch in den sozialen Medien und l\u00f6ste heftige Kritik aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Organisationen wie UkrainePride und KyivPride forderten das Unternehmen daraufhin auf, sich eindeutig von diesem Verhalten zu distanzieren. G\u00d7Bar reagierte umgehend, erkl\u00e4rte \u00f6ffentlich, dass die Handlungen und \u00c4u\u00dferungen der Mitarbeiterin nicht die Werte des Unternehmens widerspiegelten, und beendete die Zusammenarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz dieser klaren Positionierung rissen die Anfeindungen nach Angaben des Unternehmens nicht ab. Im Gegenteil: G\u00d7Bar sieht die j\u00fcngsten Ereignisse als Teil einer systematischen Einsch\u00fcchterung gegen ein Unternehmen, das sich offen f\u00fcr Vielfalt und gleiche Rechte einsetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fall zeigt, wie schnell gesellschaftliche Debatten eskalieren k\u00f6nnen. Einerseits wird von Unternehmen erwartet, Haltung zu zeigen. Andererseits kann genau diese Haltung dazu f\u00fchren, dass Betriebe und ihre Besch\u00e4ftigten zur Zielscheibe von Hass, Bedrohungen und Gewalt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ukrainische Polizei ermittelt inzwischen wegen des Angriffs auf den Salon. Ob ein Zusammenhang zwischen den verschiedenen Vorf\u00e4llen besteht und wer f\u00fcr die Einsch\u00fcchterungen verantwortlich ist, sollen die laufenden Ermittlungen kl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Radio QueerLive<br>News Redaktion<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">Einsch\u00fcchterung nach Unterst\u00fctzung der LGBTQ+-Community Ein schockierender Vorfall ersch\u00fcttert derzeit die ukrainische Hauptstadt Kiew. 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