{"id":3998,"date":"2026-07-27T19:57:47","date_gmt":"2026-07-27T17:57:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=3998"},"modified":"2026-07-27T19:58:16","modified_gmt":"2026-07-27T17:58:16","slug":"anti-lgbtq-plakate-in-ohio-sorgen-fuer-empoerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=3998","title":{"rendered":"+++ Anti-LGBTQ+ Plakate in Ohio sorgen f\u00fcr Emp\u00f6rung +++"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit gro\u00dfen Werbetafeln und einer provokanten Botschaft sorgt derzeit eine Kampagne im US-Bundesstaat Ohio f\u00fcr heftige Diskussionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf den Plakaten steht: \u201eKein Kind hat zwei V\u00e4ter. Kein Kind hat zwei M\u00fctter.\u201c Finanziert wurde die Aktion von der Organisation \u201eThem Before Us\u201c, die sich seit Jahren gegen die Ehe f\u00fcr alle, k\u00fcnstliche Befruchtung und weitere familienpolitische Reformen engagiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders in den l\u00e4ndlichen Regionen Ohios tauchten die Plakate an gut sichtbaren Stra\u00dfen und vor Einkaufszentren auf. Schnell regte sich Kritik. Queere Organisationen, zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner sowie Familien mit unterschiedlichsten Lebensmodellen empfinden die Botschaft als ausgrenzend und verletzend.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Plakate aufmerksam machte unter anderem Megan Tucker-Manly. Sie entdeckte eines der Schilder vor einem Walmart in Lima, Ohio, fotografierte es und ver\u00f6ffentlichte das Bild in den sozialen Netzwerken. Innerhalb kurzer Zeit wurde ihr Beitrag tausendfach geteilt und l\u00f6ste eine breite Debatte aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Tucker-Manly weist darauf hin, dass die Aussage weit mehr Menschen trifft als nur Regenbogenfamilien. Auch Kinder geschiedener Eltern, Pflegekinder, Adoptivkinder oder Familien, die vor Gewalt und Missbrauch fliehen mussten, k\u00f6nnten sich durch diese Botschaft ausgegrenzt f\u00fchlen. Familie lasse sich nicht allein \u00fcber ein starres Ideal definieren, sondern vor allem \u00fcber Liebe, Verantwortung und F\u00fcrsorge.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Organisation \u201eThem Before Us\u201c verteidigt ihre Kampagne dagegen offensiv. Sie vertritt die Auffassung, Kinder h\u00e4tten grunds\u00e4tzlich ein Recht darauf, von ihrer biologischen Mutter und ihrem biologischen Vater gro\u00dfgezogen zu werden. Die Gruppe lehnt deshalb unter anderem die Ehe f\u00fcr alle, Leihmutterschaft und k\u00fcnstliche Befruchtung ab. Gr\u00fcnderin Katy Faust ist seit Jahren f\u00fcr ihre ablehnende Haltung gegen\u00fcber der Ehe f\u00fcr gleichgeschlechtliche Paare bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fall zeigt einmal mehr, wie kontrovers gesellschaftliche Debatten \u00fcber Familienmodelle in den USA gef\u00fchrt werden. W\u00e4hrend konservative Gruppen ihre Position als Einsatz f\u00fcr traditionelle Familienstrukturen verstehen, sehen viele Kritikerinnen und Kritiker in solchen Kampagnen eine gezielte Abwertung von Millionen Familien, deren Alltag l\u00e4ngst von anderen Lebensrealit\u00e4ten gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Unabh\u00e4ngig von politischen oder weltanschaulichen \u00dcberzeugungen bleibt dabei eine Frage im Mittelpunkt: Was macht eine Familie aus? F\u00fcr viele Menschen ist die Antwort klar. Nicht die Zusammensetzung einer Familie entscheidet \u00fcber das Wohl eines Kindes, sondern ob es in einem Umfeld aufw\u00e4chst, das von Liebe, Sicherheit, Respekt und Verantwortung gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Radio QueerLive<br>News Redaktion<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">Mit gro\u00dfen Werbetafeln und einer provokanten Botschaft sorgt derzeit eine Kampagne im US-Bundesstaat Ohio f\u00fcr heftige Diskussionen. Auf den Plakaten steht: \u201eKein Kind hat zwei V\u00e4ter. 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