{"id":4030,"date":"2026-07-28T23:04:45","date_gmt":"2026-07-28T21:04:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=4030"},"modified":"2026-07-28T23:04:46","modified_gmt":"2026-07-28T21:04:46","slug":"menschenverachtender-kommentar-nach-csd-anschlag-hat-konsequenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=4030","title":{"rendered":"+++ Menschenverachtender Kommentar nach CSD-Anschlag hat Konsequenzen +++"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach dem t\u00f6dlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin sorgt ein weiterer Vorfall f\u00fcr Entsetzen. Diesmal geht es nicht um die eigentliche Gewalttat, sondern um einen Hasskommentar in den sozialen Medien, der inzwischen berufliche und m\u00f6glicherweise auch strafrechtliche Folgen nach sich zieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Gastronom aus Leinefelde im th\u00fcringischen Eichsfeld ver\u00f6ffentlichte unter einem Instagram-Video eines Teilnehmers des Berliner CSD einen menschenverachtenden Kommentar.<br>Das Video zeigte die Evakuierung der Veranstaltung unmittelbar nach dem Anschlag.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Angaben verschiedener Medien stellte der Gastwirt darin einen Bezug zum Konzentrationslager Auschwitz her und richtete seine \u00c4u\u00dferung gegen die Teilnehmenden des CSD. Den genauen Wortlaut geben wir bewusst nicht wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem der Kommentar \u00f6ffentlich bekannt wurde, entschuldigte sich der Restaurantbetreiber \u00fcber die Social-Media-Seite seines Betriebs. Er bezeichnete seine eigene Aussage als menschenverachtend und diskriminierend und r\u00e4umte ein, dass sie sich gegen die LGBTQ+-Community richtete und in unertr\u00e4glicher Weise auf die Verbrechen des Nationalsozialismus Bezug nahm.<\/p>\n\n\n\n<p>In seiner Erkl\u00e4rung bat er die LGBTQ+-Community, j\u00fcdische Menschen sowie \u00dcberlebende und Angeh\u00f6rige der Opfer des Holocaust um Entschuldigung. Au\u00dferdem k\u00fcndigte er an, professionelle Unterst\u00fctzung in Anspruch nehmen zu wollen, um sich mit seinem Verhalten auseinanderzusetzen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass ausschlie\u00dflich er selbst f\u00fcr den Kommentar verantwortlich sei und seine Mitarbeitenden keinerlei Anteil an der \u00c4u\u00dferung h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entschuldigung verhinderte jedoch keine Konsequenzen. Die Th\u00fcringer Landesgartenschau Leinefelde-Worbis beendete ihre Patenschaft mit dem Gastwirt mit sofortiger Wirkung. Die Verantwortlichen erkl\u00e4rten, eine Landesgartenschau d\u00fcrfe nicht mit radikalem Gedankengut in Verbindung gebracht werden. Sie betonten, dass bei ihrer Veranstaltung alle Menschen willkommen seien \u2013 unabh\u00e4ngig von Herkunft, sexueller Orientierung oder ihrer Lebensweise.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Polizei besch\u00e4ftigt sich inzwischen mit dem Fall. Nach Angaben der zust\u00e4ndigen Landespolizeiinspektion wird gepr\u00fcft, ob der ver\u00f6ffentlichte Kommentar den Straftatbestand der Volksverhetzung erf\u00fcllen k\u00f6nnte. Die Ermittlungen dauern derzeit an.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fall zeigt erneut, dass Hassrede im Internet nicht folgenlos bleibt. Gerade im Zusammenhang mit einem Anschlag, bei dem Menschen aufgrund einer Veranstaltung der queeren Community ihr Leben verloren oder schwer verletzt wurden, sto\u00dfen menschenverachtende \u00c4u\u00dferungen auf breite gesellschaftliche Ablehnung. Zugleich macht der Vorfall deutlich, dass viele Institutionen und Unternehmen heute klare Grenzen ziehen, wenn es um Diskriminierung, Holocaust-Verharmlosung oder Aufrufe zur Ausgrenzung von Menschen geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Radio QueerLive<br>News Redaktion<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">Nach dem t\u00f6dlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin sorgt ein weiterer Vorfall f\u00fcr Entsetzen. Diesmal geht es nicht um die eigentliche Gewalttat, sondern um einen Hasskommentar in den sozialen Medien, der inzwischen <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=4030\" title=\"+++ Menschenverachtender Kommentar nach CSD-Anschlag hat Konsequenzen +++\">[&#8230;]<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4031,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_coblocks_attr":"","_coblocks_dimensions":"","_coblocks_responsive_height":"","_coblocks_accordion_ie_support":"","footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-4030","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten-deutschland"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4030","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4030"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4030\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4032,"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4030\/revisions\/4032"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4031"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4030"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4030"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.queerlive.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4030"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}