{"id":4307,"date":"2026-09-09T18:26:28","date_gmt":"2026-09-09T16:26:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=4307"},"modified":"2026-09-09T18:27:20","modified_gmt":"2026-09-09T16:27:20","slug":"4307","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.queerlive.de\/?p=4307","title":{"rendered":"+++ Zwei neue queerfeindliche Angriffe in Berlin \u2013 Gewalt in Sch\u00f6neberg und Pankow +++"},"content":{"rendered":"\n<p>Erneut meldet die Berliner Polizei innerhalb k\u00fcrzester Zeit zwei Angriffe, bei denen Menschen offenbar aufgrund ihrer Zugeh\u00f6rigkeit oder zugeschriebenen Zugeh\u00f6rigkeit zur queeren Community attackiert wurden. Betroffen sind diesmal eine 38-j\u00e4hrige Person in Sch\u00f6neberg und ein erst 17 Jahre alter Jugendlicher in Pankow. In beiden F\u00e4llen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen \u00fcbernommen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Sch\u00f6neberg ereignete sich der j\u00fcngste Vorfall am Dienstagabend in der Motzstra\u00dfe \u2013 ausgerechnet in einer Stra\u00dfe, die seit Jahrzehnten wie kaum eine andere f\u00fcr queeres Leben in Berlin steht. Nach Angaben der Polizei n\u00e4herten sich zwei bislang unbekannte Personen auf einem E-Scooter einer 38-j\u00e4hrigen Person auf dem Gehweg. Anschlie\u00dfend soll die Person, die laut Polizei erkennbar der LSBTIQ+-Community angeh\u00f6rt, von dem Duo geschlagen worden sein. Sie erlitt dabei eine Verletzung im Gesicht, lehnte eine medizinische Behandlung jedoch ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits einen Abend zuvor wurde in Pankow ein 17-J\u00e4hriger angegriffen. Der Jugendliche war gegen 20:30 Uhr auf der Kavalierstra\u00dfe in Richtung Wolfshagener Stra\u00dfe unterwegs, als er nach bisherigen Erkenntnissen unvermittelt von hinten attackiert und zu Boden geschlagen wurde. W\u00e4hrend des Angriffs soll der bislang unbekannte T\u00e4ter den Jugendlichen homophob beleidigt haben. Anschlie\u00dfend fl\u00fcchtete der Angreifer. Der 17-J\u00e4hrige erlitt Verletzungen am Kopf und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Angriffe, zwei unterschiedliche Berliner Bezirke und zwei Menschen, die offenbar deshalb zur Zielscheibe wurden, weil sie queer sind oder als queer wahrgenommen wurden. Besonders bedr\u00fcckend ist dabei, wie unvermittelt die geschilderten Attacken erfolgten. In Pankow wurde ein Jugendlicher von hinten angegriffen, in Sch\u00f6neberg n\u00e4herte sich das mutma\u00dfliche T\u00e4terduo auf einem E-Scooter.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wieder ermittelt in beiden F\u00e4llen der Polizeiliche Staatsschutz. Damit stehen diese beiden Vorf\u00e4lle nicht isoliert da. Erst in den vergangenen Tagen musste die Berliner Polizei weitere mutma\u00dflich queerfeindliche Straftaten melden. F\u00fcr Radio QueerLive bleibt deshalb die Frage, die wir inzwischen viel zu h\u00e4ufig stellen m\u00fcssen: Wie selbstverst\u00e4ndlich und vor allem wie sicher k\u00f6nnen queere Menschen noch durch Berlin gehen, wenn schon das blo\u00dfe Erkannt- oder Wahrgenommenwerden als queer zum Anlass f\u00fcr Gewalt werden kann?<\/p>\n\n\n\n<p>Wer die Angriffe in der Motzstra\u00dfe in Sch\u00f6neberg oder in der Kavalierstra\u00dfe in Pankow beobachtet hat oder Hinweise zu den bislang unbekannten Tatverd\u00e4chtigen geben kann, sollte sich bei der Berliner Polizei melden. Gerade bei solchen Angriffen k\u00f6nnen auch Beobachtungen wichtig sein, die zun\u00e4chst nebens\u00e4chlich erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Radio QueerLive<br>News Redaktion<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">Erneut meldet die Berliner Polizei innerhalb k\u00fcrzester Zeit zwei Angriffe, bei denen Menschen offenbar aufgrund ihrer Zugeh\u00f6rigkeit oder zugeschriebenen Zugeh\u00f6rigkeit zur queeren Community attackiert wurden. 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