Vom 9. bis 11. Oktober 2026 wird Magdeburg für ein Wochenende zu einem Treffpunkt der europäischen Pride-Bewegung. Der CSD Magdeburg e.V. richtet in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt die Jahreshauptversammlung der European Pride Organisers Association (EPOA) aus. Pride-Aktive aus zahlreichen europäischen Ländern kommen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und über die aktuellen Herausforderungen für queere Veranstaltungen und Sichtbarkeit zu beraten.
Doch nur wenige Tage vor Beginn steht das ehrenamtliche Organisationsteam vor einer erheblichen finanziellen Herausforderung. Nach Angaben des CSD Magdeburg ist die Förderung aus dem Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit weggefallen. Gleichzeitig sei es angesichts der aktuellen politischen Situation schwierig gewesen, ausreichend Sponsoren und weitere Unterstützung für das Treffen zu gewinnen. Dadurch sei eine Finanzierungslücke entstanden.
Der CSD Magdeburg ruft deshalb kurzfristig zu Spenden auf. Jeder Beitrag soll dabei helfen, die dreitägige Veranstaltung wie geplant durchführen zu können. Spenden sind unter anderem per Überweisung an den CSD Magdeburg e.V. möglich:
IBAN: DE31 8109 3274 0002 8236 08
Verwendungszweck: Spende EPOA AGM 2026
Das Treffen selbst bleibt dabei keineswegs eine ausschließlich interne Konferenz. Rund um die EPOA-Jahreshauptversammlung sind mehrere Veranstaltungen geplant, an denen sich auch Menschen aus Magdeburg und darüber hinaus beteiligen können.
Den Auftakt macht am Freitag, 9. Oktober, ab 21 Uhr die „Europe Pride Night“ in der Insel der Jugend in der Maybachstraße 8. Die Party ist ausdrücklich auch für Menschen geöffnet, die nicht für die EPOA-Konferenz angemeldet sind. Internationale Gäste und die lokale Community sollen hier gemeinsam feiern können.
Am Samstag, 10. Oktober, folgt ein umfangreiches Programm. Von 14 bis 17 Uhr findet im Maritim Hotel Magdeburg ein Workshop zur Sicherheit queerer Veranstaltungen statt. Gemeinsam mit Organisatorinnen und Organisatoren sowie Fachleuten sollen konkrete Möglichkeiten diskutiert werden, wie Pride-Veranstaltungen angesichts rechter Bedrohungen besser geschützt werden können. Erfahrungen von Pride-Teams aus Zürich, London, Oslo und Berlin sollen dabei in die Diskussion einfließen. Die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos.
Ebenfalls am Samstag wird die Aktion „Gesichter Gegen Rechts“ öffentlich zugänglich sein. Zwischen 15 und 17 Uhr können sich Menschen im Foyer des Maritim Hotels fotografieren lassen und damit ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte setzen.
Am Abend kommen die europäischen Gäste schließlich zu einem Gala-Dinner mit großer Show im Maritim Hotel zusammen. Auch hier können Unterstützerinnen und Unterstützer teilnehmen: Angeboten werden limitierte Solitickets ab 150 Euro. Die Einnahmen sollen gleichzeitig dazu beitragen, die Finanzierung des gesamten Wochenendes abzusichern.
Für den CSD Magdeburg geht es an diesen drei Tagen um mehr als eine Jahreshauptversammlung. In einer Zeit, in der Pride-Organisationen in verschiedenen Teilen Europas mit politischen Widerständen, Anfeindungen und Sicherheitsfragen konfrontiert sind, soll Magdeburg zu einem Ort des Austauschs und der gegenseitigen Unterstützung werden.
Dass ausgerechnet wenige Tage vor diesem europäischen Treffen eine Finanzierungslücke besteht, macht den Aufruf des Vereins besonders dringlich. Wer nicht selbst spenden kann, kann nach Angaben des CSD Magdeburg ebenfalls helfen – etwa durch das Teilen der Veranstaltungen und des Spendenaufrufs.
EPOA AGM 2026
9.–11. Oktober 2026
Magdeburg
Damit wird Magdeburg für drei Tage Gastgeber für Menschen, die in ganz Europa Pride-Veranstaltungen organisieren und queere Sichtbarkeit schaffen. Der CSD Magdeburg möchte nun gemeinsam mit der Community dafür sorgen, dass dieses europäische Treffen trotz der finanziellen Schwierigkeiten wie geplant stattfinden kann.
Weitere Informationen zur Unterstützung bekommst du unter: CSD Sachsen-Anhalt
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News Redaktion
