Boy George beim ESC in Wien

Der kommende Eurovision Song Contest sorgt in diesem Jahr für eine überraschende Portion 1980er-Nostalgie.

Der britische Popstar Boy George tritt gemeinsam mit der erfahrenen Sängerin Senhit für den Kleinstaat San Marino an. Für den ehemaligen Frontmann von Culture Club bedeutet dies ein ungewöhnliches Comeback auf einer der größten Bühnen der europäischen Popmusik.

Der Sänger prägte in den 1980er Jahren mit Hits wie „Do You Really Want to Hurt Me“ oder „Karma Chameleon“ eine ganze Generation. Seine markante Stimme, sein extravagantes Auftreten und die weltweiten Charterfolge machten ihn zu einer Ikone der Popgeschichte.
Nun soll genau dieser Nostalgiefaktor dem kleinsten Teilnehmerland des Wettbewerbs zum Erfolg verhelfen.

Mit Senhit steht ihm dabei eine echte ESC-Kennerin zur Seite. Die Sängerin hat San Marino bereits mehrfach vertreten und kennt die Dynamik des Wettbewerbs genau. Die Kombination aus internationalem Starfaktor und ESC-Erfahrung könnte sich als kluger Schachzug erweisen.

Doch eine Frage steht bereits jetzt im Raum: Was passiert eigentlich, wenn San Marino tatsächlich gewinnt?

Der Zwergstaat zählt nur rund 34.000 Einwohner und misst gerade einmal etwa 61 Quadratkilometer – kleiner als viele europäische Städte. Sollte das Publikum Boy George und Senhit zum Sieg wählen, müsste San Marino den nächsten Eurovision Song Contest ausrichten.
Doch wo?
Große Hallen, umfangreiche Infrastruktur und tausende Hotelbetten sind Voraussetzungen für das Mega-Event.
Ob der winzige Staat mitten in Europa diese Herausforderung allein stemmen könnte – oder ob man auf Nachbarländer ausweichen müsste – wäre wohl fast genauso spannend wie der Wettbewerb selbst.

Sollte San Marino den ESC gewinnen, überlegt unsere Kollegin Frau Bond, ob man dort vielleicht ein Sommercamp organisieren kann.

Radio QueerLive
News Redaktion