Von Gurken und Bananen

Es gibt ja Menschen, die planen ihren USA-Urlaub ganz klassisch: Landschaften, Nationalparks, Metropolen, vielleicht die Route 66. Manche suchen nach den schönsten Stränden in Kalifornien, andere nach den beeindruckendsten Skylines oder den besten Burgerläden in New York.

Und dann… gibt es vermutlich auch eine sehr spezielle Reiseplanungskategorie.
Stellen wir uns einmal vor, einige besonders datenaffine Gays würden ihre Urlaubsplanung nicht nach Grand Canyon, Broadway oder BBQ-Kultur ausrichten – sondern nach einer ganz anderen „Landkarte“. Eine, sagen wir, eher… anatomische.

Denn laut einer Studie der New Yorker Privatklinik Bespoke Surgical, bei der über 3.000 Erwachsene in den USA befragt wurden, liegt die durchschnittliche selbstberichtete Länge eines erigierten Penis landesweit bei 6,34 Zoll (16,10 cm). Zwischen schlaffem und erigiertem Zustand wächst das Ganze im Schnitt um 3,09 Zoll (7,85 cm).
Mit diesen Daten könnte man theoretisch eine ganz neue Art von Reiseführer schreiben.

„Willkommen in den Vereinigten Staaten der Durchschnittswerte.“

Der erste Halt auf unserer sehr wissenschaftlichen Rundreise wäre Iowa, das laut Studie mit 7,13 Zoll (18,11 cm) den ersten Platz belegt. Man könnte also sagen: viel Mais, weite Felder – und statistisch gesehen auch die längsten Angaben.

Direkt dahinter folgen:

South Carolina: 7,04 Zoll (17,88 cm)

Arizona: 7,01 Zoll (17,81 cm)

New York: 6,72 Zoll (17,07 cm)

Indiana: 6,68 Zoll (16,97 cm)

Während klassische Reiseführer also von Kultur, Geschichte und Natur sprechen, könnte dieser hypothetische Guide eher mit Sätzen beginnen wie:
„Iowa – wo die Ebenen weit sind und die Durchschnittswerte noch weiter.“

Natürlich bleibt die große Frage, die jede ernsthafte wissenschaftliche Debatte begleitet: Was ist wichtiger – Länge oder Umfang? Eine Diskussion, die vermutlich genauso hitzig geführt wird wie die Frage nach der besten Pizza in New York oder dem besten BBQ im Süden.

Die Studie hat auch Unterschiede zwischen schwulen und heterosexuellen Männern untersucht. Dabei zeigte sich, dass 47 % der schwulen Männer angaben, dass die Penisgröße ihr Selbstvertrauen beeinflusst, während dies bei 36 % der heterosexuellen Männer der Fall war. Außerdem gaben 84 % der schwulen Männer an, sich mit anderen verglichen zu haben, gegenüber 45 % der heterosexuellen Männer.

Man könnte also sagen: Während manche Touristen Sehenswürdigkeiten vergleichen, vergleichen andere… nun ja, andere Dinge.

Am Ende sollte man jedoch eine wichtige wissenschaftliche Fußnote nicht vergessen. Denn so unterhaltsam diese statistische „Landkarte“ auch ist:

Aber Achtung!

Alle Angaben basieren auf Selbsteinschätzungen der Befragten.
Und laut Studie überschätzen 67 % der Teilnehmer unter Adrenalin ihre Größe – während 28 % sie im Gespräch mit Freunden oder potenziellen Partnern eher unterschätzen.
Mit anderen Worten: Diese „Reisekarte“ könnte stellenweise genauso viel Fantasie enthalten wie ein besonders enthusiastischer Urlaubsprospekt.

Radio QueerLive
Dein Reiseplaner für die USA 😜