„Nie wieder still“ – Wesel bekommt seinen ersten CSD

Am 11. Juli 2026 wird in Wesel Geschichte geschrieben: Unter dem kraftvollen Motto „Nie wieder still“ findet erstmals ein Christopher Street Day (CSD) in der niederrheinischen Stadt statt.

Was in Metropolen längst etabliert ist, setzt nun auch in Wesel ein deutliches Zeichen – für Sichtbarkeit, Vielfalt und die Rechte der queeren Community.

Der Auftakt ist um 14:00 Uhr auf dem Großen Markt geplant. Von dort aus zieht die Demonstration bunt, laut und bewusst sichtbar durch die Stadt bis zum Berliner Tor. Es ist ein Weg, der symbolisch für mehr steht als nur eine Strecke durch Wesel: Es ist ein Weg raus aus Unsichtbarkeit, Diskriminierung und Schweigen – hin zu Akzeptanz, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Dass dieser erste CSD in Wesel stattfindet, ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer wachsenden Bewegung auch abseits der Großstädte.
Gerade im ländlicheren Raum fehlt es queeren Menschen häufig an sicheren Räumen und öffentlicher Präsenz. Umso bedeutender ist es, dass nun auch hier ein sichtbares Zeichen gesetzt wird – getragen von der Community selbst, aber auch von Unterstützer*innen aus Politik und Gesellschaft.

Nach der Demonstration erwartet die Teilnehmenden ein vielfältiges Bühnenprogramm am Berliner Tor.

Künstler*innen, lokale Initiativen und Acts sorgen für eine Mischung aus Unterhaltung, Empowerment und Gemeinschaftsgefühl.
Mit dabei sind unter anderem Miss Epona Pandora, das Bodywave Studio Wesel, Colorsounds Wesel, Britta Kah sowie die FKK Sweetys.

Für die passende musikalische Begleitung sorgt DJ PfeffiMiteffi.

Besonders hervorzuheben ist die breite Unterstützung, die der CSD bereits im Vorfeld erfährt. Die Schirmherrschaft übernehmen das Prinzenpaar der Stadt Wesel, Bürgermeister Rainer Benien sowie die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik.
Dieses Engagement zeigt: Der Einsatz für Vielfalt und Gleichberechtigung ist längst auch auf politischer Ebene angekommen – und wird in Wesel aktiv mitgetragen.

Der Christopher Street Day hat seinen Ursprung im Jahr 1969 und ist bis heute weit mehr als ein Fest. Er ist Demonstration und Erinnerung zugleich – an vergangene Kämpfe und an die weiterhin bestehenden Herausforderungen. Auch im Jahr 2026 ist die Forderung nach Gleichberechtigung, Schutz vor Diskriminierung und gesellschaftlicher Anerkennung aktueller denn je.

Der erste CSD in Wesel ist daher nicht nur ein Event, sondern ein klares Statement: Für eine offene Gesellschaft, in der jede*r so leben und lieben kann, wie es der eigenen Identität entspricht.
Für Mut, Solidarität und die Gewissheit, nicht allein zu sein.
Oder, wie es das Motto treffend formuliert: Nie wieder still.

Zur Webseite:
https://wesel-demokratie-vielfalt.de

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News Redaktion