🏳️‍🌈🏳️‍🌈🏳️‍🌈 Berlin bekommt seinen ersten Drag* March 🏳️‍🌈🏳️‍🌈🏳️‍🌈

Neue Demonstration für Sichtbarkeit, Vielfalt und Demokratie führt erstmals zum Brandenburger Tor

Berlin erweitert sein queeres Veranstaltungsprogramm um ein neues Format: Am 24. Juli 2026 findet erstmals ein offizieller Drag* March in der Hauptstadt statt. Organisiert vom Berliner CSD e. V. gemeinsam mit Travestie für Deutschland und dem Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz, soll die Demonstration ein deutliches Zeichen für Vielfalt, Solidarität und demokratischen Zusammenhalt setzen.

Unter dem Motto „Haltung ist Hot – Segen statt Hetze!“ zieht der Drag* March vom Platz der Republik bis zum Brandenburger Tor. Damit knüpft Berlin an eine Tradition an, die ihren Ursprung in New York hat. Der dortige Drag March gilt seit Jahrzehnten als sichtbarer Ausdruck queerer Kultur, politischer Haltung und gesellschaftlichen Engagements.

Drag als Kulturform und politisches Statement

Die Initiator*innen verstehen den neuen March nicht nur als Demonstration, sondern auch als Würdigung einer Kulturform, die seit vielen Jahrzehnten fest zur queeren Community gehört. Drag steht für kreativen Ausdruck, künstlerische Freiheit und die Möglichkeit, gesellschaftliche Normen zu hinterfragen.

Gleichzeitig reagiert die Veranstaltung auf aktuelle Entwicklungen. In vielen Ländern geraten queere Menschen und insbesondere Drag-Künstler*innen zunehmend ins Zentrum politischer Auseinandersetzungen. Anfeindungen, Diskriminierung und Versuche, queere Sichtbarkeit einzuschränken, haben in den vergangenen Jahren zugenommen.

„Mit dem Drag* March holen wir eine starke und sichtbare Form von Community, Kultur und Protest nach Berlin. Drag gehört seit vielen Jahrzehnten zur queeren Geschichte und Gegenwart. Gerade deshalb ist es wichtig, Haltung zu zeigen und deutlich zu machen, dass Vielfalt, Freiheit und Demokratie zusammengehören“, erklärt Thomas Hoffmann aus dem Vorstand des Berliner CSD e. V.

Kurze Route, große Wirkung

Die Demonstration startet am Platz der Republik in unmittelbarer Nähe des U-Bahnhofs Bundestag. Von dort führt die Route über die Scheidemannstraße, die Yitzhak-Rabin-Straße und die Straße des 17. Juni direkt zum Brandenburger Tor. Mit einer Länge von rund einem Kilometer wurde die Strecke bewusst niedrigschwellig und barrierearm gestaltet.

Teilnehmende sind eingeladen, in Drag zu erscheinen. Gleichzeitig richtet sich der March ausdrücklich an alle Menschen, die sich mit den Anliegen von Vielfalt, Respekt und demokratischem Zusammenhalt solidarisch zeigen möchten.

Übergang in den Demokratieabend des Berliner CSD

Nach der Ankunft am Brandenburger Tor geht die Veranstaltung nahtlos in den Demokratieabend des Berliner CSD über. Geplant sind Live-Auftritte, politische Beiträge und künstlerische Programmpunkte, die Raum für Begegnung, Diskussion und gemeinsames Engagement schaffen sollen.

Der Drag* March wird damit nicht nur zu einer Demonstration, sondern auch zu einem Auftakt für einen Abend, der gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Werte in den Mittelpunkt stellt.

Gemeinschaft und Sichtbarkeit

Als Hosts begleiten Travestie für Deutschland sowie der Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz die Veranstaltung. Beide Gruppen sind seit vielen Jahren für ihren kreativen Aktivismus und ihr gesellschaftliches Engagement bekannt.

„Ziel des Drag* Marches ist es, Menschen sichtbar zu machen, die diesen Weg vorbereitet haben, und gleichzeitig Raum für neue Formen von politischem Ausdruck zu schaffen“, sagt Schwester Daphne OSPI.

Mit dem ersten Drag* March erhält Berlin eine neue Plattform für queere Sichtbarkeit, kulturelle Vielfalt und gesellschaftspolitisches Engagement. Die Veranstalter*innen hoffen, damit eine Tradition zu etablieren, die weit über die Grenzen der Community hinaus wirkt und ein Zeichen für eine offene, demokratische Gesellschaft setzt.

Zeitplan

  • 16:30 Uhr: Sammeln am Platz der Republik / U-Bahnhof Bundestag
  • 17:00 Uhr: Start der Demonstration
  • ca. 17:45 Uhr: Ankunft am Brandenburger Tor
  • 18:00 Uhr: Kundgebung und Programm an der Straße des 17. Juni / Ebertstraße

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News Redaktion