Nach einem mutmaßlich queerfeindlichen Angriff in Berlin-Spandau ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts. Wie die Polizei am Freitag (10. Juli) mitteilte, wurde am Donnerstagabend eine 51-jährige nicht-binäre Person im Münsinger Park in Hakenfelde von drei bislang unbekannten Jugendlichen beleidigt und angegriffen.
Nach bisherigen Erkenntnissen hielt sich die betroffene Person gegen 18:50 Uhr im Park auf, als die Jugendlichen sie aufgrund ihres Erscheinungsbildes zunächst beleidigt haben sollen. Anschließend sollen zwei der Tatverdächtigen eine leere Plastikflasche sowie Badelatschen gegen den Kopf der Person geworfen haben. Ein dritter Jugendlicher soll zudem zwei Feuerwerkskörper in ihre Richtung abgefeuert haben, die über der betroffenen Person detonierten.
Die drei Tatverdächtigen flüchteten anschließend unerkannt. Die angegriffene Person blieb nach Angaben der Polizei körperlich unverletzt.
Da ein queerfeindliches Motiv nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Polizeiliche Staatsschutz die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall oder den flüchtigen Jugendlichen geben können, sich bei den Ermittlungsbehörden zu melden.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Angriffen und Beleidigungen gegen queere Menschen ein und zeigt, dass Hasskriminalität aufgrund der geschlechtlichen Identität weiterhin eine ernstzunehmende Herausforderung bleibt.
Radio QueerLive
News Redaktion
