Magdeburg/Berlin – Was sich seit Wochen hartnäckig als Gerücht in den Fluren alternativer Medienhäuser hielt, wird nun Realität: Radio QueerLive, seit stolzen 33 Jahren jeden Sonntag von 15 bis 16 Uhr im Programm von Alex Berlin zu hören, wagt den nächsten großen Schritt – raus aus der Hauptstadt, rauf auf die Antenne!
Und zwar nicht irgendwo: Nein, nicht in Berlin, nicht in Brandenburg – sondern im „medial bisher sträflich unterschätzten“ Sachsen-Anhalt.
Die aktuelle Landesregierung hat, wie aus gut informierten Kreisen verlautet, der Medienanstalt Sachsen-Anhalt den klaren Auftrag erteilt, Radio QueerLive mit einer monatlichen Förderung von sage und schreibe 5 Millionen Euro auszustatten. Ein Betrag, der laut Insidern „vor allem in Champagner , Sekt, Konfetti, Kaffee und gelegentliche funktionierende Technik“ investiert werden soll.
Zentrale Schaltstelle: Magdeburg wird queerer Medien-Hotspot
Die neuen Redaktionsräume entstehen in bester Lage in Magdeburg – „zentral zwischen KIK, Straßenbahn und guter Absicht“, wie es in der Pressemitteilung heißt. Von dort aus soll ein flächendeckendes Netzwerk kleiner Außenstudios entstehen.
Besonders hervorzuheben sind dabei:
- Halle – für urbane Vielfalt und spontane Wortbeiträge aus Cafés
Schönebeck – wegen der guten Luft und der besseren Geschichten - Köthen – das Herzstück des Projekts
Gerade in Köthen zeigt man sich begeistert: Die Bürgermeisterin freue sich „sehr, sehr, wirklich sehr“, dass nun direkt vor Ort über ihre engagierte Unterstützung der queeren Community berichtet werden könne – idealerweise täglich und mit ausreichend Sendezeit. Sie bestand regelrecht auf ein Studio in ihrer Stadt
24 Stunden QueerLive – ab 1. Juni
Ab dem 1. Juni soll es dann soweit sein: Radio QueerLive startet ein 24-Stunden-Programm für ganz Sachsen-Anhalt.
Von früh bis spät – und auch nachts – wird gesendet, gelacht, diskutiert und vermutlich auch gelegentlich das Mikro gesucht.
Die Politik rechnet mit einer Homosexualisierung der Bevölkerung schon in kurzer Zeit.
Empfangbar ist das Ganze über die eigens eingerichtete Frequenz:
👉 UKW 69,69
Techniker versichern, diese
Frequenz sei „physikalisch herausfordernd, aber emotional absolut richtig“.
Aktuell überlegt auch die Politik in Mecklenburg Vorpommern über ein solches Radio-Projekt.
Für alle außerhalb Sachsen-Anhalts – also etwa in Brandenburg, Berlin oder dem Rest der Welt – wird ein Internetstream bereitgestellt.
Vorausgesetzt, das Internet funktioniert.
Personal gesucht – Bedingungen revolutionär
Für den Sendestart plant man aktuell mit einem Team von rund 20 Personen. Bewerbungen sind ab sofort möglich.
Die Arbeitsbedingungen gelten schon jetzt als wegweisend:
Bezahlung: Mindestlohn – und noch weniger.
Arbeitszeiten: flexibel, also jederzeit
Vorkenntnisse: optional, Enthusiasmus verpflichtend
Ein Sprecher des Projekts erklärte dazu:
„Wir setzen auf Leidenschaft. Und auf Menschen, die nicht sofort nachrechnen.“
Ob dieses ambitionierte Vorhaben tatsächlich Realität wird oder vielleicht doch nur ein besonders kreativer Einfall ist… nun ja.
👉 Einen wunderschönen 1. April wünscht Radio QueerLive – jetzt schon fast auf Sendung!
