🏳️‍🌈🏳️‍🌈🏳️‍🌈 Ein Tag voller Begegnungen – und mit einem schweren Herzen 🏳️‍🌈🏳️‍🌈🏳️‍🌈 In eigener Sache

Heute waren Andreas und Frau Bond zunächst auf dem CSD in Brandenburg an der Havel unterwegs, um die Veranstaltung zu besuchen und die Community vor Ort zu unterstützen.
Im Anschluss führte der Weg zurück nach Berlin – direkt in den Regenbogenkiez zum Lesbisch-schwulen Stadtfest an den Nollendorfplatz.

Das Stadtfest war so groß und lebendig wie in den vergangenen Jahren. Doch eines fehlte: die Live-Sendung von Radio QueerLive.

Bereits gegen 10:00 Uhr erreichten uns die ersten Anrufe von Hörerinnen und Hörern mit der Frage: „Wo seid ihr? Wo steht euer Radiostand?“ Selbst während unseres Aufenthalts auf dem CSD in Brandenburg klingelte immer wieder das Telefon oder es gingen WhatsApp-Nachrichten ein. Viele wollten wissen, warum Radio QueerLive in diesem Jahr nicht live vom Stadtfest sendet.

Als Andreas und Frau Bond am Abend über das Stadtfest gingen, war das ein ganz besonderer Moment – und ehrlich gesagt auch einer mit schwerem Herzen.

An vielen Ständen wurden wir sofort erkannt und auf die fehlende Livesendung angesprochen. Es blieb aber nicht nur bei Fragen. Einige Menschen nahmen uns einfach in den Arm. Diese Gesten haben uns tief berührt.

Viele Besucherinnen und Besucher erzählten uns, dass unsere Sondersendung vom Lesbisch-schwulen Stadtfest für sie seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Wochenendes ist. Gerade Menschen, die nicht nach Berlin reisen können, verfolgen die Sendung, um trotzdem ein Stück queeres Leben, Vielfalt und die besondere Atmosphäre des Stadtfestes zu erleben. Genau dafür haben wir diese Sendungen seit 1997 mit viel Herzblut produziert.

Leider mussten wir in diesem Jahr aus technischen Gründen absagen. Nach dem Einbruch in unsere damaligen Studioräume ist ein großer Teil unserer Technik verloren gegangen oder beschädigt worden. Von diesem schweren Rückschlag haben wir uns bis heute nicht vollständig erholt. Als dann in dieser Woche auch noch unser Übertragungsrechner ausfiel, war klar, dass eine Live-Sendung vom Stadtfest nicht mehr möglich sein würde.

Was uns heute besonders bewegt hat, waren die vielen Gespräche. Immer wieder wurden wir gefragt, warum wir keine Spendensammlung starten. Diese Idee kam nicht nur von privaten Unterstützerinnen und Unterstützern, sondern auch von Unternehmen aus der Community.

Tatsächlich haben wir in den vergangenen Tagen selbst darüber nachgedacht. Bisher haben wir bewusst darauf verzichtet, weil Spenden an uns derzeit steuerlich nicht absetzbar sind. Doch viele von euch haben uns heute ganz deutlich gesagt: „Das ist uns egal. Wir möchten helfen, damit Radio QueerLive wieder live senden kann.“

Diese Worte bedeuten uns unglaublich viel.

Deshalb werden wir uns in den nächsten Tagen intensiv mit diesem Thema beschäftigen und prüfen, wie wir gemeinsam mit euch eine Möglichkeit schaffen können, die notwendige Technik wieder aufzubauen und die Zukunft unserer Live-Übertragungen zu sichern.

Von Herzen möchten wir heute einfach nur eines sagen:

Danke.

Danke für eure Umarmungen.
Danke für eure aufmunternden Worte.
Danke für eure Treue.
Und danke dafür, dass ihr Radio QueerLive seit so vielen Jahren begleitet.

Das gibt uns Kraft und macht Mut, nach vorne zu schauen.

❤️ Euer Team von Radio QueerLive