Es ist ein Foto, wie es so kein zweites mehr geben wird.
Menschen stehen dicht beieinander, einige knien vor der Gruppe, andere haben noch ein Getränk in der Hand, es wird gelacht, sich umarmt und gemeinsam ein letztes Mal in die Kamera geschaut.
Dieses Bild ist das allerletzte Foto, das in der Busche aufgenommen wurde.
Kurz danach war Schluss.
Am 30. August 2026 um 7 Uhr morgens schloss die Busche ihre Türen – und damit endete die Geschichte eines Clubs, der über vier Jahrzehnte lang für viele Menschen weit mehr gewesen ist als einfach nur ein Ort zum Feiern.
1985 wurde die Busche in Ostberlin in Weißensee gegründet.
41 Jahre später stehen auf diesem letzten Foto Menschen zusammen, die einen Teil dieser Geschichte geschrieben, begleitet oder einfach unzählige Nächte dort verbracht haben.
Viele Gäste wollten in dieser letzten Nacht tatsächlich bis zum Schluss bleiben.
Sie wollten noch einmal tanzen, noch einmal durch die Räume gehen, noch einmal Freunde treffen und vor allem persönlich Abschied nehmen von Anja und ihrem Team.
Und irgendwann wurde aus dem klassischen Verhältnis zwischen Gästen und Busche-Team einfach eine gemeinsame letzte Party.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter standen nicht mehr nur hinter dem Tresen oder kümmerten sich um den Ablauf – sie feierten und tanzten mit den Menschen, die der Busche über viele Jahre die Treue gehalten hatten.
Dann kam dieser eine Moment.
Noch einmal alle zusammenkommen.
Noch einmal zusammenrücken.
Noch einmal lächeln.
Kamera hoch.
Ein letztes Foto.
Vielleicht ist gerade deshalb dieses Bild so besonders: Es zeigt keinen leeren Club und keine geschlossene Tür.
Es zeigt die Menschen.
Die Menschen, die diesen Ort ausgemacht haben.
Danach gingen die letzten Gäste hinaus und die Türen schlossen sich.
Die Busche ist jetzt geschlossen.
Aber dieses allerletzte Foto bleibt.
Als Erinnerung an eine Nacht.
Als Erinnerung an 41 Jahre.
Und als Erinnerung an einen Ort, von dem vermutlich sehr viele Menschen noch lange sagen werden:
„Weißt du noch – damals in der Busche?“
Auch unser Team sagt Danke für abwechslungsreiche Partys.
Radio QueerLive
News Redaktion
