+++ Niederländischer Premier besucht das Stonewall Inn +++

Ein Besuch an einem Ort, der wie kaum ein anderer für die Geschichte der queeren Emanzipationsbewegung steht: Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten hat während seines Aufenthalts in New York das legendäre Stonewall Inn besucht.

Jetten hält sich anlässlich der UN-Generalversammlung in New York auf. Die niederländische Regierung bestätigt seine Teilnahme an der UN-Woche; seit Februar 2026 ist der D66-Politiker Ministerpräsident der Niederlande.

Das Stonewall Inn in Greenwich Village wurde durch die Ereignisse im Juni 1969 weltbekannt. Nach einer Polizeirazzia widersetzten sich Gäste und weitere Menschen aus der queeren Community der damaligen Behandlung durch die Behörden. Die folgenden Proteste wurden zu einem entscheidenden Symbol der modernen queeren Bürgerrechtsbewegung.

Für Jetten war der Besuch nach eigenen Angaben bewegend. Er erinnerte daran, dass heutige Rechte auf dem Einsatz früherer Generationen aufbauen, und betonte zugleich die Bedeutung solcher historischen Orte. Die Niederlande stünden für das Recht von Menschen ein, offen und sicher leben zu können – unabhängig davon, wen sie lieben.

Der Besuch besitzt auch deshalb besondere Symbolkraft, weil Jetten seit Februar der erste offen schwule Ministerpräsident der Niederlande ist.

Gleichzeitig machte Jetten deutlich, dass erreichte Fortschritte bei der Gleichstellung nicht als selbstverständlich betrachtet werden sollten. Damit verbindet sein Besuch Vergangenheit und Gegenwart: Stonewall erinnert an diejenigen, die vor mehr als einem halben Jahrhundert für ihre Rechte auf die Straße gingen – und daran, dass einmal erkämpfte Rechte auch bewahrt werden müssen.

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News Redaktion