Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ist die Regenbogenbank im Großen Tiergarten beschädigt worden. Und damit trifft die Zerstörung erneut einen Ort, der ausdrücklich als Gedenkort geschaffen wurde.
Wie die Berliner Polizei am Freitag mitteilte, entdeckten Einsatzkräfte am Donnerstagabend die erneuten Beschädigungen an der bunten Bank zwischen Bellevueallee und Kleiner Querallee.
Unbekannte hatten eine der Holzlatten demontiert. Zwei weitere Latten wurden ebenfalls beschädigt.
Besonders bitter: Es ist bereits die zweite mutwillige Zerstörung dieser Regenbogenbank.
Die Bank war ursprünglich am 6. August 2026 als Gedenkort anlässlich des Anschlags auf den Berliner CSD aufgestellt worden. Doch schon Anfang September wurde sie von Unbekannten zerstört. Dass es bereits am 1. September einen entsprechenden Polizeieinsatz wegen der beschädigten Regenbogenbank gab, ist auch im Archiv der Berliner Polizei dokumentiert.
Daraufhin wurde die Bank ersetzt beziehungsweise wiederhergestellt und am 14. September erneut an ihrem ursprünglichen Standort aufgestellt. Gerade einmal wenige Tage später ist sie nun wieder Ziel einer Sachbeschädigung geworden.
Damit geht es längst nicht mehr nur um eine kaputte Holzlatte oder eine beschädigte Sitzbank.
Die Regenbogenbank steht an diesem Ort als sichtbares Zeichen des Gedenkens und der Solidarität mit der queeren Community. Dass ausgerechnet dieses Symbol nun innerhalb weniger Wochen zum zweiten Mal beschädigt wird, verleiht dem Vorfall eine besondere Bedeutung.
Wer hinter der erneuten Tat steckt und welches Motiv dahintersteht, ist bislang nicht geklärt. Entsprechend sollte über die Hintergründe nicht spekuliert werden.
Die Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes übernommen.
Fest steht aber: Eine Regenbogenbank, die an einen Anschlag auf den Berliner CSD erinnern soll, musste bereits nach wenigen Wochen ersetzt werden – und nun ist auch die neu aufgestellte Bank wieder beschädigt worden.
Zweimal innerhalb weniger Wochen wurde damit derselbe Gedenkort zum Ziel von Zerstörung.
Radio QueerLive
News Redaktion
Foto: Ben G.
