KEA und die Regenbogenstreifen vor dem Eingang
Inmitten von Billy-Regalen, Hot Dogs und Selbstbaumรถbel-Romantik รผberrascht IKEA nun auch mit einem deutlichen Bekenntnis zur Vielfalt: Zwei leuchtende Regenbogenstreifen fรผhren in knalligen Farben direkt auf den Haupteingang zu โ vorbei an Einkaufswagen und Parkdeck, mitten durch den grauen Betonalltag.
Der Juli ist Pride-Monat in Berlin, die Wochen drumherum sind Pride-Saison โ und selbst wer eigentlich nur nach einem neuen Klappstuhl oder Vorhang sucht, wird hier unรผbersehbar daran erinnert: Vielfalt ist kein Nischenprogramm mehr, sondern gehรถrt zum Corporate Selbstverstรคndnis vieler groรer Marken. IKEA zeigt, dass ein Statement auch ohne groรe Worte auskommt โ ein bisschen Farbe reicht, um Haltung zu zeigen.
Was einst Subkultur war, wird zunehmend Mainstream โ und ja, auch Marketing.
Wenn ein Weltkonzern wie IKEA auf diese Weise Sichtbarkeit schafft, darf das kritisch hinterfragt werden. Zugleich ist es aber auch ein Zeichen fรผr Normalisierung: Wer mit Millionen Kund*innen tรคglich in Kontakt steht, setzt mit einem solchen Symbol ein sichtbares Zeichen der Unterstรผtzung fรผr die queere Community. Gerade in Zeiten, in denen queerfeindliche Stimmen wieder lauter werden, ist ein farbiger Klebestreifen manchmal mehr als nur Deko โ er ist Positionierung.
Und natรผrlich: Ganz ohne Ironie geht es auch nicht.
Die Musikredaktion von Radio QueerLive, vertreten durch Frau Bond, hat den Regenbogenzebrastreifen persรถnlich รผberquert. Medienberichten zufolge kommt es immer wieder zu Diskussionen, ob solche Streifen womรถglich zur Stolpergefahr oder zum Problem im Verkehr werden kรถnnten.
Wir kรถnnen beruhigen!
Beim รberqueren des Pride-Streifens kam es weder zu Unfรคllen noch zu einer Auffahrt. Frau Bond hat das bunte Feld unversehrt hinter sich gelassen โ aber vermutlich mit einem kleinen Lรคcheln im Gesicht.
Ach und Verkehr hatte sie auch nicht auf dem Regenbogen-Zebrastreifen.
Radio QueerLive
News-Redaktion
