+++ Sieben Jahre Haft nach Schuss auf LGBTQ+ Nachbarn +++

Opfer bleibt dauerhaft gelähmt

Ein Gericht im US-Bundesstaat Florida hat einen 30-jährigen Mann zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem dieser seinen LGBTQ+-Nachbarn angeschossen und dabei schwer verletzt hatte. Das Opfer, der heute 24-jährige Kyle McFarlane, ist seit der Tat im November 2025 von der Hüfte abwärts gelähmt.

Der Täter hatte sich des versuchten Totschlags schuldig bekannt. Neben der Haftstrafe ordnete das Gericht unter anderem eine anschließende Bewährungszeit, psychologische Nachsorge, Schadensersatz sowie ein dauerhaftes Kontaktverbot zum Opfer und dessen Familie an.

Nach Angaben aus Gerichtsunterlagen soll der Schuss das Ende einer monatelangen Serie von Schikanen gewesen sein. McFarlane berichtete, dass er und sein Zuhause immer wieder Ziel queerfeindlicher Belästigungen geworden seien. Deshalb habe er Überwachungskameras installiert.

Lokalen Medien zufolge sollen auf dem Grundstück des Nachbarn Schilder mit LGBTQ+-feindlichen Botschaften aufgestellt worden sein. Zudem soll Hundekot an McFarlanes Haus geschmiert und seine Hunde misshandelt worden sein. Die Vorwürfe wurden im Verlauf der Ermittlungen dokumentiert und flossen in die Aufarbeitung des Falls ein.

Am Tag der Tat sammelte McFarlane Holzreste für ein Lagerfeuer, als es zunächst zu einer Auseinandersetzung mit der Freundin des späteren Täters kam. Videoaufnahmen sollen belegen, dass sich McFarlane auf einem öffentlichen Wegerecht befand und diesen Bereich rechtmäßig nutzte. Als er sich bereits entfernte, wurde er von hinten angeschossen.

Die Kugel befindet sich nach Angaben seiner Unterstützerinnen und Unterstützer noch immer in der Nähe der Wirbelsäule. Die Verletzungen führten zu einer dauerhaften Lähmung sowie zu erheblichen Einschränkungen der Darm- und Blasenfunktion. Ärztinnen und Ärzte hoffen dennoch, dass eine intensive Rehabilitation künftig zumindest eine teilweise Verbesserung seiner Beweglichkeit ermöglichen könnte.

Nach der Urteilsverkündung veröffentlichte McFarlane eine persönliche Botschaft an den Täter. Darin machte er deutlich, dass er ihn nicht als Menschen hasse, wohl aber dessen Taten. Er hoffe, dass der Verurteilte die Zeit im Gefängnis nutze, um über die Folgen seines Handelns nachzudenken.

Der Fall macht deutlich, welche dramatischen Folgen Hass und queerfeindliche Gewalt haben können. Aus einer langen Serie von Einschüchterungen wurde schließlich ein Gewaltverbrechen, dessen Folgen das Opfer vermutlich ein Leben lang begleiten werden. Er zeigt zugleich, wie wichtig es ist, queerfeindliche Übergriffe frühzeitig ernst zu nehmen und konsequent zu verfolgen.

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News Redaktion