Ermittlungen nach dem CSD-Anschlag gehen weiter
Die Ermittlungen nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day laufen weiterhin auf Hochtouren.
Während der mutmaßliche Attentäter Abdul B. bei einem Polizeieinsatz in Berlin-Spandau ums Leben kam, richten sich die Ermittlungen inzwischen verstärkt auf sein mögliches Umfeld.
Nach Informationen des rbb befinden sich drei weitere Personen weiterhin in Gewahrsam. Die Sicherheitsbehörden prüfen derzeit, ob diese den mutmaßlichen Täter unterstützt haben oder möglicherweise von seinen Plänen wussten.
Konkrete Vorwürfe gegen die Betroffenen wurden bislang nicht öffentlich gemacht. Sollten sich Hinweise auf eine Beteiligung ergeben, müssten sie sich dafür strafrechtlich verantworten.
Bei terroristischen Straftaten gehört es zu den wichtigsten Aufgaben der Ermittlungsbehörden, mögliche Unterstützer, Mitwisser oder Helfer zu identifizieren. Ob die drei festgehaltenen Personen tatsächlich eine Rolle gespielt haben, ist derzeit jedoch noch offen.
Unterdessen werden auch weitere Hintergründe bekannt
Das Bundeskriminalamt teilte mit, dass bundesweit aktuell 410 Personen als islamistische Gefährder eingestuft werden. Als Gefährder gelten Menschen, denen die Sicherheitsbehörden schwere politisch motivierte Gewalttaten bis hin zu Terroranschlägen zutrauen. Zum Vergleich: Im Bereich des Rechtsextremismus werden derzeit 65 Personen als Gefährder geführt, im Bereich des Linksextremismus 17.
Für die queere Community steht derweil weiterhin die Trauer um die Opfer im Vordergrund. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach einer lückenlosen Aufklärung der Tat. Die kommenden Tage werden zeigen, welche Erkenntnisse die Ermittlungen über mögliche Unterstützer und die Hintergründe des Anschlags noch ans Licht bringen.
Radio QueerLive
News Redaktion
