Berlin trauert gemeinsam
In diesen Minuten beginnt im Großen Tiergarten in Berlin die Mahnwache für die Opfer des Anschlags auf den Christopher Street Day.
Mehr als 1.000 Menschen sind gekommen, um gemeinsam innezuhalten, zu trauern und ein Zeichen der Solidarität zu setzen.
Im Mittelpunkt des Gedenkens steht die Frau und Mutter, die bei dem Anschlag ihr Leben verlor. Gleichzeitig erinnern die Teilnehmenden an die vielen Verletzten, deren Leben sich innerhalb weniger Augenblicke für immer verändert hat.
Der Große Tiergarten ist heute kein Ort lauter Worte, sondern ein Ort der Stille. Kerzen, Blumen und Regenbogenfahnen prägen das Bild. Viele Menschen stehen schweigend nebeneinander, manche halten sich an den Händen, andere kämpfen mit den Tränen.
Die Mahnwache macht deutlich: Die queere Community steht in ihrer Trauer nicht allein. Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religionen und Lebensweisen sind zusammengekommen, um Mitgefühl zu zeigen und den Opfern Respekt zu erweisen.
Nach dem schrecklichen Anschlag ist dieses gemeinsame Gedenken auch ein Zeichen gegen Hass und Gewalt. Es zeigt, dass Terror zwar Leben zerstören kann, aber nicht die Solidarität einer Gesellschaft.
Berlin trauert an diesem Abend gemeinsam – um eine Frau, die nie wieder nach Hause zurückkehren wird, um die Verletzten und ihre Angehörigen und um das Gefühl von Sicherheit, das viele Menschen verloren haben.
Die Mahnwache ist deshalb weit mehr als eine stille Versammlung. Sie ist ein Zeichen des Erinnerns, der Menschlichkeit und der Hoffnung, dass Hass niemals das letzte Wort behalten darf.
Radio QueerLive
News Redaktion
