+++ Norovirus-Ausbruch beim queeren Whole Festival +++

60 Erkrankte – Festival findet dennoch statt

Auf dem Gelände des Whole Festivals bei Gräfenhainichen ist es zu einem Ausbruch von Magen-Darm-Erkrankungen gekommen.
Nach Angaben des Landkreises Wittenberg sind bislang 60 Festivalbesucher erkrankt. In zwei untersuchten Proben wurde das Norovirus nachgewiesen.

Nach aktuellem Stand gehen die Behörden davon aus, dass sich das Virus vor allem von Mensch zu Mensch verbreitet hat. Auch eine Übertragung über kontaminierte Lebensmittel könne zwar nicht vollständig ausgeschlossen werden, gelte derzeit jedoch nicht als wahrscheinliche Ursache. Die Auswertung entnommener Lebensmittelproben dauert noch an.

Trotz des Ausbruchsgeschehens kann das queere Musikfestival wie geplant stattfinden. Eine Absage sei nach Einschätzung des Landkreises derzeit nicht erforderlich. Das Gesundheitsamt steht in engem Austausch mit dem Veranstalter und hat bereits verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen eingeleitet.

Dazu zählen eine intensive Suche nach möglichen Infektionsquellen, verstärkte Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen sowie eine bessere Ausstattung der Sanitärbereiche und Handwaschstationen. Bei Kontrollen wurden zudem Hygienemängel festgestellt. So seien Lebensmittel teilweise nicht ausreichend vor Verunreinigungen geschützt gewesen. Der Veranstalter wurde aufgefordert, die Mängel umgehend zu beheben.

Das Gesundheitsamt appelliert an alle Besucherinnen und Besucher, die Hygieneregeln konsequent einzuhalten. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen, die Nutzung geeigneter Händedesinfektionsmittel sowie der Verzicht auf das gemeinsame Nutzen von Trinkflaschen, Besteck oder Lebensmitteln sollen das Ansteckungsrisiko minimieren.

Wer bereits vor der Anreise unter Erbrechen oder Durchfall leidet, sollte auf einen Festivalbesuch verzichten. Treten während der Veranstaltung Symptome einer Magen-Darm-Erkrankung auf, wird empfohlen, das Festivalgelände zu meiden und den Fall dem Gesundheitsamt zu melden, um die Aufklärung des Ausbruchsgeschehens zu unterstützen.

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News Redaktion