Schwere Kritik aus der Community.
Die Debatte um die AfD-Spende von Möbelunternehmer Kurt Krieger hat nun eine neue Wendung genommen.
Wie der Tagesspiegel berichtet, wird Möbel Höffner am kommenden Samstag doch nicht am Berliner Christopher Street Day teilnehmen.
Das Unternehmen hatte ursprünglich geplant, sich mit einem eigenen Truck auf dem CSD zu präsentieren, zog seine Teilnahme nach der öffentlichen Kritik nun jedoch zurück.
Bereits Ende Februar hatte Radio QueerLive über die bekannt gewordene Parteispende berichtet.
Damals wurde öffentlich, dass über eine Firmenstruktur aus dem Umfeld von Höffner-Gründer Kurt Krieger 18.000 Euro an die AfD geflossen waren. Die Spende erschien im Rechenschaftsbericht der Partei und wurde dadurch öffentlich bekannt.
Schon damals wurde innerhalb der queeren Community kontrovers diskutiert, ob ein Unternehmen, dessen Gründer mit einer solchen Spende in Verbindung gebracht wird, gleichzeitig als Unterstützer von Vielfalt und queeren Rechten auftreten kann.
Bereits beim Berliner Lesbisch-Schwulen Stadtfest war Höffner in diesem Jahr nicht vertreten.
Für den Berliner CSD am kommenden Samstag war dagegen eine Teilnahme mit einem eigenen Truck geplant.
Diese Ankündigung löste erneut Kritik aus der Community aus.
Viele stellten die Frage, ob ein Unternehmen glaubwürdig für Vielfalt werben kann, wenn gleichzeitig eine finanzielle Unterstützung einer Partei bekannt geworden ist, deren Positionen von vielen queeren Menschen als gegen ihre Interessen gerichtet empfunden werden.
Nun folgt offenbar die Konsequenz.
Nach Informationen des Tagesspiegels hat Höffner seine Teilnahme am Berliner CSD kurzfristig zurückgezogen.
Ob die Absage eine direkte Reaktion auf den öffentlichen Druck aus der Community ist, wurde bislang nicht offiziell erklärt.
Fest steht jedoch: Die Diskussion hat Wirkung gezeigt.
Sie macht deutlich, dass die queere Community heute nicht nur auf bunte Logos, Pride-Kampagnen oder Sponsoring achtet, sondern zunehmend hinterfragt, ob das gesellschaftliche Engagement eines Unternehmens auch mit dessen Handeln und den damit verbundenen politischen Signalen übereinstimmt.
Radio QueerLive
News Redaktion
