Stand: Sonntag 17:15
Nach dem schweren Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day laufen die Ermittlungen der Polizei mit Hochdruck weiter. Dabei prüfen die Ermittler inzwischen auch die Möglichkeit, dass mehr als eine Person an der Tat beteiligt gewesen sein könnte.
Wie die Berliner Polizei mitteilte, wurden mehrere Menschen im Zusammenhang mit den Ermittlungen befragt und teilweise in Gewahrsam genommen. Von Tatverdächtigen wolle man derzeit jedoch ausdrücklich noch nicht sprechen. Polizeisprecher Florian Nath betonte, dass den betroffenen Personen zunächst konkrete Tatverdachtsmomente zugeordnet werden müssten. Sollte dies nicht gelingen, müssten sie nach den gesetzlichen Fristen wieder entlassen werden.
Nach Angaben der Polizei befindet sich aktuell eine Person mit einem möglichen Zusammenhang zur Tat weiterhin im Polizeigewahrsam. Ob sich daraus ein konkreter Tatverdacht ergibt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Währenddessen setzen Spezialisten ihre Arbeit am Tatort fort. Im Tiergarten wird das mutmaßliche Tatfahrzeug von einem Unfallgutachter detailliert untersucht. Ziel ist es, den genauen Ablauf des Anschlags zu rekonstruieren und alle Spuren gerichtsfest zu sichern. Die Mordkommission hat dabei die Federführung übernommen.
Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler davon aus, dass bei dem Angriff eine Hieb- oder Stichwaffe eingesetzt wurde. Diese Annahme stützt sich sowohl auf Zeugenaussagen als auch auf erste Erkenntnisse zu den Verletzungen der Opfer. Welche Waffe tatsächlich verwendet wurde und wie sich der genaue Tatablauf abgespielt hat, sollen die kriminaltechnischen Untersuchungen nun klären.
Die Polizei analysiert derzeit zahlreiche Spuren und Zeugenaussagen, um ein möglichst vollständiges Bild der Ereignisse zu erhalten. Erst wenn alle Beweise ausgewertet sind, soll der Ablauf des Anschlags lückenlos rekonstruiert und die Tat gerichtsfest aufgearbeitet werden.
Radio QueerLive
News Redaktion
