Mahnwache für die Opfer des Berliner CSD
Während Berlin noch immer unter den Folgen des schrecklichen Anschlags auf den Christopher Street Day steht, setzte heute auch die Landeshauptstadt Potsdam ein deutliches Zeichen der Solidarität.
Um 17.30 Uhr versammelten sich auf dem Alten Markt zahlreiche Menschen, um gemeinsam der beim Anschlag getöteten Mutter zu gedenken und ihre Anteilnahme mit den 29 Verletzten zum Ausdruck zu bringen. Viele Teilnehmende brachten Regenbogenfahnen mit, legten Blumen nieder oder verharrten schweigend auf dem Platz. Die Stimmung war ruhig, würdevoll und von großer Betroffenheit geprägt.
Begleitet wurde die Mahnwache von Redebeiträgen aus der Politik sowie von Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Vereine und Initiativen aus der Landeshauptstadt Brandenburgs. Immer wieder wurde deutlich gemacht, dass Hass und Gewalt keinen Platz in einer offenen Gesellschaft haben dürfen und dass die queere Community auch in schweren Zeiten zusammensteht.
Die große ausgelegte Regenbogenflagge auf den Stufen des Alten Marktes wurde dabei zu einem sichtbaren Symbol für Zusammenhalt, Vielfalt und Menschlichkeit. Viele Menschen blieben auch nach den Redebeiträgen noch vor Ort, kamen miteinander ins Gespräch oder gedachten still der Opfer.
Radio QueerLive war bei der Mahnwache in Potsdam vor Ort und hat die bewegenden Momente mit zahlreichen Bildern dokumentiert. Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Trauer um die Opfer des Berliner Anschlags längst über die Hauptstadt hinausreicht. Auch in Brandenburg stehen viele Menschen fest an der Seite der queeren Community und setzen gemeinsam ein Zeichen gegen Hass, Gewalt und Menschenfeindlichkeit.
Gerade in Zeiten, in denen Angst und Unsicherheit viele Menschen beschäftigen, sind solche Zeichen der Solidarität von unschätzbarem Wert. Sie zeigen, dass Mitgefühl, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung stärker sein können als jede Form von Hass.
Danke Potsdam
Radio QueerLive
News Redaktion
