Nur eine Woche nach dem tragischen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin setzt der CSD Berlin e. V. ein bewusstes Zeichen gegen Angst und für den Zusammenhalt der Community. Der Verein wird am Samstag kurzfristig mit einem eigenen Truck am Hamburger CSD teilnehmen. Das Fahrzeug wurde dem Verein kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Die Teilnahme erfolgt in einer Zeit, die für viele Menschen von Trauer, Fassungslosigkeit und Schmerz geprägt ist. Der Berliner CSD e. V. erinnert an den Menschen, der bei dem Anschlag sein Leben verlor, und spricht zugleich den Verletzten, ihren Angehörigen sowie allen Betroffenen seine Anteilnahme aus.
Nach Angaben des Vereins sei die Entscheidung, bereits eine Woche nach den Ereignissen wieder an einem CSD teilzunehmen, nicht leicht gefallen. Zwischen Trauer und dem Wunsch, sich nicht einschüchtern zu lassen, liege ein schmaler Grat. Dennoch wolle man bewusst zeigen, dass beides möglich sei: Gedenken und Sichtbarkeit.
Mit der Teilnahme am Hamburger CSD möchte der Berliner CSD e. V. ein klares Signal senden. Hass und Gewalt sollen nicht darüber entscheiden, ob queere Menschen ihren Platz im öffentlichen Raum einnehmen. Stattdessen sollen Zusammenhalt, Solidarität und Demokratie sichtbar bleiben.
Aus Respekt vor den Opfern bittet der Verein alle Teilnehmenden auf dem Berliner Truck, dunkle Kleidung zu tragen. Damit soll die Fahrt nicht nur ein Ausdruck von Sichtbarkeit, sondern zugleich auch ein Zeichen des gemeinsamen Gedenkens sein.
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News Redaktion
