Das Regenbogencafé des LSVD+ Verbandes Queere Vielfalt in Magdeburg ist Ziel eines mutmaßlich queerfeindlichen Angriffs geworden. Unbekannte beschädigten die Scheiben des Cafés in der Guerickestraße erheblich und sorgten damit für Entsetzen bei den Verantwortlichen.
Der Landesverband spricht von einem gezielten Angriff auf einen Ort, der für Offenheit, Begegnung und gegenseitigen Respekt steht. Andreas Bösener vom Vorstand des LSVD+ bezeichnete die Tat als „queerfeindlichen Angriff“. Das Regenbogencafé ist für viele Menschen ein wichtiger Treffpunkt – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität – und steht symbolisch für Vielfalt und ein friedliches Miteinander.
Gerade in einer Zeit, in der queere Menschen in vielen Regionen Deutschlands wieder verstärkt Anfeindungen und Übergriffen ausgesetzt sind, sorgt ein solcher Vorfall für große Besorgnis. Angriffe auf queere Einrichtungen richten sich nicht nur gegen Gebäude oder Sachwerte, sondern treffen auch das Sicherheitsgefühl einer ganzen Community.
Der LSVD+ reagierte auf den Vorfall mit einer besonderen Aktion und machte deutlich, dass Hass und Einschüchterung nicht dazu führen werden, queeres Leben aus der Öffentlichkeit zu verdrängen. Statt Angst zu verbreiten, soll ein Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts gesetzt werden.
Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen. Ob die Tat politisch motiviert war, müssen nun die zuständigen Behörden klären. Für viele steht jedoch bereits jetzt fest: Orte der Begegnung und des Austauschs dürfen nicht zu Zielen von Hass werden. Umso wichtiger ist es, dass sich Gesellschaft, Politik und Zivilgesellschaft klar gegen Queerfeindlichkeit stellen und Betroffenen ihre Solidarität zeigen.
Radio QueerLive
News Redaktion
