Der Berliner Christopher Street Day, der für viele Menschen ein Tag der Sichtbarkeit, des Feierns und des friedlichen Miteinanders war, ist am Samstagabend von einer tragischen Gewalttat überschattet worden. Das offizielle Programm musste vorzeitig beendet werden, nachdem gegen 22 Uhr ein Fahrzeug im Bereich des Tiergartens mehrere Menschen erfasst haben soll.
Nach Angaben der Berliner Polizei fuhr ein weißer Kleintransporter mit hoher Geschwindigkeit in eine Personengruppe. Eine Person starb trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch am Unglücksort. Mindestens 15 weitere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer.
Die Rettungskräfte reagierten mit einem Großaufgebot. Mehr als 150 Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr waren vor Ort. Wegen der Vielzahl der Verletzten wurde ein sogenannter Massenanfall von Verletzten ausgerufen. Die Betroffenen wurden zunächst zum Reichstagsgelände gebracht, wo ein Hubschrauberlandeplatz eingerichtet wurde, um Schwerverletzte schnell in Berliner Kliniken zu transportieren.
Der Fahrer des Fahrzeugs verunglückte nach bisherigen Erkenntnissen während seiner Flucht mit dem Transporter, stieg anschließend aus und setzte seine Flucht zu Fuß fort. Die Polizei fahndete am Abend mit einem Großaufgebot und auch mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers nach dem mutmaßlichen Täter.
Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Hintergründe der Tat noch unklar. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Polizei und Staatsanwaltschaft bitten darum, Spekulationen zu vermeiden, bis gesicherte Erkenntnisse vorliegen.
Der Berliner CSD steht seit Jahrzehnten für Vielfalt, Freiheit und ein friedliches Miteinander. Dass dieser Tag mit einer solchen Tragödie endet, erschüttert die Community ebenso wie die gesamte Stadt. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des verstorbenen Opfers, bei den Verletzten sowie bei allen Menschen, die diesen schrecklichen Vorfall miterleben mussten.
Radio QueerLive
News Redaktion
